14 - Carmen Rutzel - Schauspielerin, Sprech- und Stimmtrainerin

Shownotes

In Folge 14 spreche ich mit Carmen Rutzel Absolventin der Schule für Schauspiel Hamburg. Sie arbeitet als Stimm-und Sprechtrainerin, Gründerin von Tonolux Hamburg.
Wir wir gehen der Frage nach, wie Stimme, Körper und Persönlichkeit zusammenwirken und warum echte Präsenz nur entstehen kann, wenn der Ausdruck wirklich zur eigenen Person passt.
Für Schauspieler:innen und Führungskräfte. Für die Bühne und das Meeting und den Alltag.

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00:00:02: Schauspieler?

00:00:03: Und wovon willst du

00:00:04: leben?".

00:00:05: Diese Frage hören oft viele junge Menschen, wenn sie diesen Berufswunsch äußern.

00:00:11: Ich habe mich auf die Suche gemacht herauszufinden wo ehemalige der Schule für Schauspiel Hamburg ihren Platz in der Berufswelt gefunden

00:00:20: haben – auf

00:00:22: oder neben der Bühne.

00:00:23: und ich bin auch vielfältig und beeindruckende Lebenswege gestoßen!

00:00:28: Mein Name ist Michaela Ulig Und ich habe dreiunddreißig Jahre die Schule für Schauspiel Hamburg geleitet und geprägt.

00:00:36: Mein heutiger Gast ist Carmen Rutzel, Carmen hat die Ausbildung zweitausendtrei abgeschlossen und arbeitet als Stimm- und Sprechtrainerin.

00:00:46: Hallo herzlich willkommen!

00:00:48: Hallo liebe Michaela.

00:00:50: Ja Carmen das ist ja nun schon ein paar Jahre her dass die Ausbildung zu Ende war.

00:00:55: gibt es Erinnerungen oder Bilder vor deinem inneren Auge entstehen, wenn du an die Ausbildung in der Ölkers Allee denkst.

00:01:04: Da gibt es ganz viele Bilder, an denen ich mich erinnere.

00:01:09: An den Saal eins, wie wir da gearbeitet haben... Die Techniken und Geruch.

00:01:15: Schöne Momente, das Lachen, Freude, Aufführung.

00:01:19: Es gibt ganz viel, was ich noch erinnert aus der Zeit.

00:01:23: Gibt es etwas wo du sagst?

00:01:25: Ja!

00:01:26: Da erinnern ich mich dran.

00:01:28: ganz toll im Café

00:01:31: oder

00:01:32: sprechen miteinander, oder irgendwie sowas.

00:01:35: Na ja die Zeit also so eine Schauspielausbildung ist etwas... Ganz, ganz intensives.

00:01:39: Ich finde das ist ein wunderbarer Film den man durchläuft.

00:01:43: Man entwickelt sich, man wächst, man stößt seine Nase gegen etwas... ...man scheitert dann fällt man wieder hin und dann steht man wieder auf.

00:01:50: Also es ist ein ständiges Wachsen.

00:01:51: also ich kann jetzt nicht sagen Das war jetzt der Moment Den ich erinnere und der war groß Es war ja alles großartig!

00:01:59: Ich möchte diesen Moment ja nie missen dass ich diese Ausbildung gemacht habe.

00:02:03: Was war denn dein

00:02:04: Traum,

00:02:05: als du die Schauspiel-Ausbildung angefangen hast?

00:02:09: Was hat dich da angetrieben?

00:02:11: Also tatsächlich ist es ein Klassiker gewesen.

00:02:13: Ich bin ja mit einer anderen Annahme zu uns gekommen.

00:02:15: ich erinnere mich zum Beispiel wie wir beide im Büro voreinandersaßen und ich mein Anliegen dass sich hier doch ganz gerne einen Kurs machen möchte.

00:02:23: ich erinner mich eben noch sehr gut an diese Situation und eigentlich wollte ich ja das man Nein zu mir sagt.

00:02:29: also ich bin gekommen um um dass ich das mal ausprobieren kann, aber mir das dann von oben sozusagen weggenommen wird und gesagt wird nein Carmen du kannst nicht Schauspielerin werden.

00:02:40: Ihr habt euch nicht an meinen Plan gehalten?

00:02:42: Also das heißt...

00:02:44: Den haben wir ja nicht einmal gekannt!

00:02:46: Nein,

00:02:46: aber der war

00:02:48: mein erster Lehrer war Martin Maria Blau, der relativ schnell in so.

00:02:53: damals gab es ja da eine andere Form jetzt gibt's ja das Vorsemester und früher gab es so eine Art Orientierungskurs.

00:03:01: Dritten, vierten Mal hat er schon zu mir gesagt kamen du musst Schauspielerin werden.

00:03:05: Ich weiß nicht was du in deinem Leben vor hast aber du musst das werden und Das war ja gar nicht mein Plan.

00:03:11: Also das waren ich meine Idee und so kam ich eigentlich dazu zum Vorsprechen zu gehen Und auch da habt ihr dann zu mir Ja gesagt.

00:03:18: also kann mich noch erinnern dass ich irgendwas wildes davor gesprochen und vorgesungen habe und Ihr habt eben nicht nein gesagt die habt ja gesagt und somit war Mein plan.

00:03:28: dann ist der eigentlich immer im Laufe der Zeit gewachsen.

00:03:33: Und da komme ich auch zum Stimm- und Sprechtraining, wenn du mich fragst was mich denn so fasziniert hat ist es das Handwerk tatsächlich das Handwerk?

00:03:43: Wie hast du deine Zeit an der Schule erlebt?

00:03:46: Was hatte dich geprägt persönlich und künstlerisch?

00:03:50: also tatsächlich hat mich geprägt sehr viel Arbeit.

00:03:54: Ich gehörte damals zu denen, die sich ihre Ausbildung zum größten Teil selbst finanziert haben.

00:04:00: Das bedeutet mein Tag fing wirklich morgens um sieben an.

00:04:03: dann ging es zur Schauspielschule.

00:04:05: nach der Schauspielschule gings zur Arbeit und das war der Kreislauf in dem ich drin war somit künstlerisch.

00:04:12: Es war ein Wachsen im Unterricht Ein Anfassen einen Leuchten Und auch immer wieder ein gespiegelt werden.

00:04:21: Also für mich war das sehr, sehr heilsam diese Ausbildung zu machen.

00:04:25: Und während der Ausbildung erinnerst du dich an einen schönen Moment, der dich damals richtig glücklich gemacht hat?

00:04:36: Die ganze Ausbildung war ein schöner Moment für mich aber ich erinnere mich noch... Ich spule noch mal zurück.

00:04:42: Wir sind im Vorsprechmoment, ich saß dort im Saal eins und da saßen – ich weiß nicht – gefühlt fünfzig Personen die gerne ihren Namen hören wollten.

00:04:53: Und ich war damals mit vier weiteren, die dann mit mir zusammen die Ausbildung gemacht haben in diesem Vorsprechen als die Namen genannt wurden.

00:05:02: Als alle unsere Namen genannt worden sind war ich der glücklichste Mensch auf der ganzen Welt.

00:05:07: Ich glaube, diesen ganzen Tag erinnere ich nur noch, dass ich gejubelt habe und mich erst mal zu Hause in der Wohnung auf den Teppich legen musste und atmen und es wirklich langsam nur erst fassen konnte, dass sich diese Schauspiel-Ausbildung machen darf.

00:05:22: Das war der tollste Moment ansonsten.

00:05:25: Gab es unzählige glückliche Momente mit euch?

00:05:29: Wunderbar!

00:05:31: Es ist so... Also es gab ja nie einen Nein, es gab ja immer ein Jahr von

00:05:36: euch.

00:05:36: Ja jetzt gehe ich noch mal dahin.

00:05:39: Gab es vielleicht auch mal eine Phase wo du gezweifelt hast und vielleicht sogar ins Aufhören gedacht hast?

00:05:46: Nein!

00:05:47: Tatsächlich nie gezweiffelt... Also wenn dann habe ich's immer eher im Außen gesehen dass mir das Arbeiten zu schwer war aber aufhören war keine Option.

00:05:58: Nie

00:05:58: Wenn du heute Noch mal zurückblick.

00:06:02: Welchen Stellenwert nimmt denn die dreijährige Ausbildung in deinem Leben ein?

00:06:07: Stellenwert, ich finde einen sehr großen.

00:06:10: Denn alles was ich mache, alles was Ich tue mach ich aus dieser Ressource heraus.

00:06:17: also auch mein Stimmung-Sprechtraining hat sehr viel mit der Schauspiel-Ausbildung zu tun.

00:06:22: im Sinne dessen wie leite ich an das ist sehr schauspielerisch hinzukommt Ich habe sehr viel Humor.

00:06:29: Das heißt, wenn man mit mir einen Stimm- und Sprechtraining macht dann ist es auch immer lustig!

00:06:35: Es macht Spaß und somit lernt man die Leute zu begeistern und sie dahin zu bewegen wo sie gerne hin möchten.

00:06:42: Gut da kommen wir jetzt einmal.

00:06:43: wie ging's denn nach dem Abschluss weiter?

00:06:46: Was ist denn direkt danach passiert?

00:06:48: das sei nicht gleich mit Stimmen und Sprechtraining?

00:06:50: Nein nein nein, da kam

00:06:51: ein Weg dazwischen.

00:06:52: Ja

00:06:52: da kamen Weg dZwischen.

00:06:54: also ich habe Theater gespielt Am Altona Theater und Harbour Theater.

00:06:59: Und durfte da eine Nachbarin von Meister Ederspien, also sprich das war das Weihnachtsmärchen Pumuckel, dann kam noch das Ohnsorgtheater, da habe ich auch in einem Weihnachtsmärchen mitgespielt.

00:07:10: Dann kamen noch die Karl-Mai-Festspiele Bad Seegeberg, da war ich die Bekannte von Sam Hawkins.

00:07:18: Also so gab es ein paar Theaterangagements, die ich tatsächlich hatte.

00:07:22: Ein bisschen was gedreht für den Landarzt.

00:07:24: Ich hatte damals nach der Ausbildung Tour, die mich unterstützt hat und so hat sich das Ganze ein bisschen zusammengelegt.

00:07:31: Nichtsdestotrotz war es ja eher ein kleiner Flickenteppich.

00:07:34: also es war jetzt nicht so dass man sagen konnte na da kann man sich durchgängig von ernähren das waren immer so Teilstückchen.

00:07:42: und dann in dem Jahr zwei tausend acht war es ein Zufall.

00:07:47: Der Freund einer Freundin suchte jemand für einen Kommunikationssiminar bei einer großen deutschen Firma und er meinte, naja du hast ja irgendwie Schauspiel gemacht.

00:07:56: Du weißt doch irgendwas zur Stimme zu sagen?

00:07:58: Und das war so der erste Kontakt mit dem Stimm-und-Sprechtraining.

00:08:02: und dann stellte ich fest, oh ich kann das unterrichten.

00:08:04: also aha!

00:08:05: Das funktioniert in diesem Zusammenhang sehr gut.

00:08:09: Ja, so hat sich das immer Stück für Stück weiterentwickelt.

00:08:12: Das heißt es war dann eher dem Zufall geschuldet wie du es beschrieben hast und gar nicht jetzt direkt geplant oder konkret von dir dass du sagtest vorgenommen ich möchte das gerne machen?

00:08:24: Und wie lange hat es denn gedauert bis du dann wirklich den Weg gefunden hast dahin zu sagen ja ich bin jetzt Stimm- und Sprech-Trainerin und ich kann auch da leben?

00:08:37: Also das hat ganz klassisch angefangen.

00:08:39: Manche Firmen fangen ja in Geragen an, Mainz fing im Actors Workshop Studio an.

00:08:44: Das heißt ich hatte genau zwei Kunden und eine Raummiete zu zahlen und es hat sich wunderbar aufgelöst.

00:08:51: Das waren so die herrlichen Anfänge.

00:08:53: Null zu null!

00:08:56: Aber super gemacht.

00:08:57: Und dann kam so die Frage Raumsuche was mache ich denn?

00:09:02: Du musst dich auch anfangen zu definieren also wer soll den mein späterer Kunde sein.

00:09:07: Wo soll's denn hingehen?

00:09:09: Also es gibt ja auch ganz viele Trainer, die sich sehr ausrichten eben eher für Schauspieler, Podcaste und für mich war irgendwie klar naja also sollte auch ein bisschen die Wirtschaft mit abdecken.

00:09:20: und tatsächlich ist das so aus der ersten Schlaufe als ich gesagt habe Designe jetzt ein Training sind tatsächlich noch die drei Grundpfeiler geblieben.

00:09:30: Also das hat sich nie, nie geändert.

00:09:32: Webseiten haben sich manchmal geändert und den größten Sprungen, den ich erzählen kann ist als ich in mein eigenes Studio gezogen bin.

00:09:39: also irgendwann war es dann soweit.

00:09:41: natürlich habe ich noch nebenbei andere Jobs gehabt und Geld verdient Und dann bin ich in meinen Studio gezogen.

00:09:47: Das hieß früher noch laut und deutlich studio.

00:09:49: später wurde es dann Tonolux Und ich erzähle das immer so gerne die Geschichte, dass sich in einer WG mit meinem Studio lebe.

00:09:56: Denn das ist auch mein Zuhause und meine Kunden sind auch meine Gäste.

00:10:01: Das merken sie nicht sofort auf dem ersten Blick aber vielleicht beim zweiten dritten Mal fragen Sie vorsichtig ob es auch mein zu Hause sein könnte?

00:10:08: Aber sie kommen erst gar nicht so da drauf!

00:10:11: Und das ist aber auch ein sehr geschickter Schachzug weil vieles bevorzugen eben außerhalb ihrer Firma trainiert zu werden und es sehr mögen, dass das ein bisschen anheimlich ist.

00:10:22: Also so ein bisschen weicher.

00:10:24: also nicht nur dieser Business-Kontext sondern eher, dass ich sie abhole Sie bei mir sein können und sich entwickeln dürfen.

00:10:33: Und da kommt dann jeder und du sprichst auch erstmal im Vorfeld ab was ist Thema?

00:10:38: Was wird gebraucht?

00:10:39: Was ist das Ziel Richtig?

00:10:41: Richtig.

00:10:42: Man kann sich auf meiner Webseite orientieren, also da gibt es so sechste Hauptpfeiler.

00:10:47: Manchmal ist das auch eine Mischung.

00:10:48: Also zum Beispiel ein Training von mir heißt Akzente und Dialekte in der Heimat lassen.

00:10:53: Und es gibt ja sehr viel Fachpersonal, das in Firmen ist und eben nicht Muttersprachler-Deutsches.

00:11:00: und daher kann ich dann weiterhelfen dass die besser verstanden werden

00:11:03: z.B.,

00:11:04: oder aber man isst eine Führungskraft dass die Stimme zu flaches, zu leise ist oder man sich immer reuspern muss.

00:11:12: Also ich habe schon wirklich alles Mögliche erlebt und da gehabt.

00:11:15: Und dann wird eben ein Angebot erstellt und dann trainiere ich

00:11:19: mit den Menschen.

00:11:20: Hast du denn dafür noch auch eine Aus- und Weiterbildung gemacht?

00:11:26: Die dich dann auch an diesem Weg... unterstützen oder auch ein Stück weiterbringen.

00:11:32: Oder ist es alles Learning by Doing?

00:11:35: Tatsächlich die ersten drei Jahre ja, das war Learning By Doing.

00:11:38: und dann fing ich also meine Reise ist ja auch ein bisschen länger, dann finge ich parallel an am Theater Lüneburg das Schauspiel Ensemble zu unterrichten.

00:11:46: Das habe ich acht jahrelang gemacht und parallel dazu habe ich eine Ausbildung zur Stimmpädagogin gemacht.

00:11:52: Also ganz abenteuerlich habe Fortbildungszentren von Logopäden gewendet und dachte, da frage ich einfach mal.

00:12:00: Vielleicht nehmt ihr ja auch eine Schauspielerin?

00:12:02: Und dann durfte ich die großartige Sabine Großjansen kennenlernen bei der ich nachher die Ausbildung gemacht habe und wir haben festgestellt, ah ja, Carmen hat ja die gesamte Fachliteratur schon gelesen, die es zu der Zeit auf dem Markt gab.

00:12:16: also durfte sich dann die Fortbildung Die explizit für Logopäden gestaltet worden ist, die durfte ich durchlaufen.

00:12:22: Also sie ging auch länger, die gingen anderthalb Jahre und da habe ich dann gelernt nochmal anders mit der Stimme zu arbeiten und auch körpertherapeutisch zu arbeiten.

00:12:31: Und das war nachher das was sich auch zum größten Teil mit den Schauspielern in Lüneburg gemacht haben.

00:12:36: also die Körpertherapieform heißt Sanyo Und die haben sich dann überhaupt bei mir auf die Massage-Liege gelegt und waren danach sehr gut entspannt, hatten eine schön sitzende Stimme.

00:12:46: Du unterrichtest ja jetzt auch an der Schauspielschule?

00:12:50: Richtig!

00:12:51: Da hast du ja die jungen Leute im Unterricht, die Schauspieler werden wollen und woher stimmen und sprechen was ganz essentiell ist so wie für den Tänzer das Batman oder der Körper.

00:13:05: Das ist für mich ein ganz großes Abenteuer, das darf ich jetzt schon drei Jahre gänge lang machen.

00:13:11: Es ist wunderschön aber auch immer eine Herausforderung weil die natürlich anders funktionieren als meine Personen, die ich aus der Wirtschaft herkenne oder Persönlichkeitsstrukturen.

00:13:23: Das sind eben Schüler und Schülerinnen Die müssen anders geführt werden.

00:13:27: Es ist auch eher ein Gruppentraining und somit musste ich mich da so ganz langsam reinarbeiten.

00:13:34: Insgesamt geht es eben immer darum, im dritten Jahr zu sagen was ist mein eigenes Instrument?

00:13:38: Also meinen Schwerpunkt ist nicht so sehr zu sagen das ist jetzt ein Gruppen-Event und wir haben jetzt ganz viel Spaß und dann gehen wieder raus und dann haben wir ganz viel Tolles gemacht sondern die Frage ist immer wer bist du?

00:13:49: Was braucht deine Stimme?

00:13:50: Was brauchst Du jetzt in diesem Moment?

00:13:53: Was passiert denn, wenn du ein Film drehst und du musst lange warten?

00:14:01: Also immer die Frage was ist eigentlich wenn.

00:14:03: Das versuche ich in diesem Jahr zu klären plus auch noch mal sehr intensiv die Textarbeit zu machen also im Sinne von wie nutze ich meinen Körper um einen Text noch plastischer zu gestalten.

00:14:15: Was kann mir der Text sagen Auch wenn ich vielleicht gar nicht so viel über das Stück weiß.

00:14:19: Aber, wenn ich die Notation sehe im Sinne von wie sind die Sätze aufgebaut?

00:14:24: Von der Struktur, der Klänge, der Wörter – jetzt bin ich schon sehr intensiv im Thema!

00:14:28: Aber dann lerne ich schnell mit einem Text als Schauspielerin oder als Schauspieler

00:14:33: umzugehen.".

00:14:33: Das ist ja jetzt hier, präparierst du und bereitest den künstlerischen Weg vor.

00:14:39: Und jetzt aus der Wirtschaft bereitest Du, wie würdest Du das

00:14:42: nennen?".

00:14:44: Komprimiert, fast bereit.

00:14:45: Hat er nicht der Künstler gefragt?

00:14:47: Sondern wie würdest du das nennen?

00:14:49: Ich

00:14:49: würde sagen ich befähige die Menschen das was sie in sich haben also sprich ihre Stimme Klang Artikulation zu nutzen.

00:14:59: Also Sie lernen bei mir dass Einzusetzen.

00:15:02: Den künstlerischen Aspekt lasse ich natürlich ein Stück weit raus, wenn er gebraucht wird, nehme ich ihn mit rein.

00:15:07: Wollte ich gerade fragen, warum du auch zwischendurch wahrscheinlich benutzen?

00:15:11: Kann

00:15:11: ich auch benutzen!

00:15:12: Es geht ja auch im Grunde genommen darum, wenn ich jetzt zum Beispiel eine Präsentation halte... Und ich habe mir ein Storytelling für die Präsentation überlegt, muss ich es ja schon auch stimmlich aber auch so einen Stück weit schauspielerisch umsetzen können.

00:15:27: Da kommt dann auch die Textarbeit, die ich eben gerade erwähnt habe, die kommt auch zum Tragen.

00:15:31: also das lernen sie dann auch bei

00:15:32: mir.

00:15:33: Jetzt bist du sehr schön beschrieben wie du arbeitest als Stimmen- und Sprechdreamerin.

00:15:40: jetzt frage ich dich, wie sorgst Du für Dich selbst in Deinem Alltag mental körperlich emotional?

00:15:47: Oh, also das ist eine schöne Frage.

00:15:52: Also da ist glaube ich noch ganz viel Luft nach oben denn wenn man selbstständig

00:15:57: ist

00:15:58: sieht man die Arbeit immer vor sich und da muss ich mich wirklich disziplinieren es regelmäßig zu machen.

00:16:05: Also dadurch, dass ich natürlich auch sehr viel unterrichte, habe ich natürlich schon immer ein Stimmtraining aber ich muss meinen Instrument genauso pflegen.

00:16:12: also das wäre wie ein Klavierlehrer der selber nicht auch trainiert.

00:16:16: Das geht nicht!

00:16:16: Also das muss ich schon auch machen.

00:16:18: und dann gibt es jemanden kleines vierbeiniges in meinem Leben mein Hund Justus.

00:16:23: der ist natürlich auch immer etwas was mich reguliert und sagt so jetzt gehst du mal raus und gehst spazieren?

00:16:30: Also das hab' ich ja auch in meinem leben.

00:16:31: ansonsten würde ich sagen ist dann noch Luft nach oben besser auf sich aufzupassen.

00:16:38: Würdest du denn gerne auch mal wieder auf der Bühne stehen?

00:16:43: Also rufen Sie mich gerne an, kann ich dazu nur sagen!

00:16:46: Ich bin verfügbar!

00:16:47: Telefonnummer wird unten... nein das ist ein Schatz!

00:16:50: Also jederzeit immer sofort gerne also dadurch dass ich auch in der Schauspielschule unterrichte und selber mein Instrument immer so weiter gepflegt habe und den Künstler- und Schauspieler, ich würde es mir sofort zutrauen.

00:17:02: Ich würde eher auf die Bühne springen als es mir dreimal überlegen.

00:17:05: also melden Sie sich gern!

00:17:07: Ich bin verfügbar.

00:17:08: Sehr schön sehr humorvoll.

00:17:10: was würdest du denn den Absolventinnen, die jetzt gerade ihre Ausbildung beenden gerne mit auf den Weg geben?

00:17:17: Also meinen Herzensgedanke ist ja das ist ein schwieriger Weg für denen du nicht entschieden hast.

00:17:23: Du brauchst ganz viel Mut.

00:17:25: glaub an dich glaub an dich, bleib bei dir.

00:17:29: Lern dein Instrument

00:17:30: weiter.".

00:17:31: Also bei mir gab es ja auch Phasen in denen ich nicht hätte mit gutem Gewissen sagen können Ich bin Schauspielerin weil ich ja nicht aktiv geschau spielert habe aber ich bin immer zu Fortbildung gegangen.

00:17:42: Ich hab mich immer weiterentwickelt.

00:17:44: Ich habe Seminare mitgemacht Workshops und die... Auch wenn sie jetzt vielleicht nicht in einen Engagement geführt haben oder so etwas Haben die aber immer meinen Künstler und meine Schauspielerin gefüttert.

00:17:57: Also mein Rat wäre, fütter dich, bleib dabei, gib nicht auf, lass mich los!

00:18:03: Und bleib der Künstler und die Künstlerin, die du bist in welcher Form Art und Weise auch immer aber nicht aufgeben.

00:18:09: Niemals!

00:18:10: Vielen Dank!

00:18:11: Wunderbar!

00:18:13: Ich wünsche dir weiterhin viel Erfolg!

00:18:15: Ja danke schön.

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