18 - Sarah Diener - Schauspielerin & Sprecherin
Shownotes
In Episode 18 spreche ich mit Sarah Diener – Schauspielerin, Sprecherin und Coach aus Hamburg, die seit vielen Jahren erfolgreich zwischen Bühne, Kamera und Mikrofon arbeitet.
Nach ihrer Ausbildung an der Schule für Schauspiel Hamburg entwickelte Sarah parallel zur Schauspielerei eine beeindruckende Karriere als professionelle Sprecherin. Heute arbeitet sie unter anderem für Dokumentationen, Hörbücher, Werbung, Synchron, Voice Over und Imagefilme – mit Kund:innen und Produktionen von Arte, NDR und ZDF bis hin zu großen Marken wie Nivea, Vodafone oder Tchibo.
Im Gespräch sprechen wir darüber, warum Stimme weit mehr ist als nur Technik und wie Authentizität, Präsenz und Persönlichkeit hörbar werden. Sarah erzählt von ihrer Arbeit im eigenen Tonstudio, ihrer Liebe zum Mikrofon und davon, wie sich Schauspiel und Sprechen gegenseitig beeinflussen.
Transkript anzeigen
00:00:02: Schauspieler?
00:00:03: Und wovon willst du
00:00:04: leben?".
00:00:05: Diese Frage hören oft viele junge Menschen, wenn sie diesen Berufswunsch äußern.
00:00:11: Ich habe mich auf die Suche gemacht herauszufinden wo ehemalige der Schule für Schauspiel Hamburg ihren Platz in der Berufswelt gefunden haben – auf oder neben der Bühne.
00:00:23: und ich bin auch vielfältig und beeindruckende Lebenswege gestoßen!
00:00:28: Mein Name ist Michaela Ulig Und ich habe dreiunddreißig Jahre die Schule für Schauspiel Hamburg geleitet und geprägt.
00:00:36: Mein heutiger Gast ist Sarah Diener, sie hat die Ausbildung zweitausendsechs beendet und arbeitet heute als Schauspielerin und Sprecherin.
00:00:46: Herzlich willkommen!
00:00:48: Danke dass ich hier sein darf
00:00:50: Sarah, das ist ja nun schon ein paar Jahre her.
00:00:52: Dass du in der Ölkers Allee warst, in der Schauspiel-Ausbildung.
00:00:57: Wenn ich dich jetzt frage und lass den Moment Zeit was für Bilder und Erinnerungen kommt dir da spontan?
00:01:05: Also spontan kommt mir natürlich dass es echt mit die schönste Zeit meines Lebens war weil wir so eine coole Truppe waren.
00:01:16: Es war ja noch relativ kleine Gruppe.
00:01:21: Ich weiß nicht, waren wir vierzehn am Ende die den Abschluss gemacht haben?
00:01:24: Also es war natürlich... Wir waren uns sehr nah und haben sehr eng miteinander gearbeitet.
00:01:30: Und das war schon echt eine schöne Zeit also bei allem was auch natürlich auch herausfordernd war.
00:01:37: Die Ausbildung war auch herausfordert aber das ist ja oft so dass das im Nachhinein eigentlich das Schönste war!
00:01:43: Du hast ja bevor du die Ausbildung angefangen hast schon ein Studium hinter dir gehabt in Theaterwissenschaften, Film und Fernseh-Wissenschaften.
00:01:54: Wie kam das dann nochmal die Entscheidung eine Schauspielausbildung zu machen?
00:01:59: Ja also im Prinzip war es natürlich relativ klassisch.
00:02:02: Also ich liebte schon als Kind und als Jugendliche das Kino.
00:02:05: Ich war ganz viel im Kino auch ganz viel alleine im Kinos und es gab damals noch die Cinema, die hatte ich abonniert und das... Dann war so ein bisschen nach dem Abitur bin ich ja nach LA gegangen und war da ne Weile ein paar Jahre mit Unterbrechungen und es gab immer was, was mich da so hinzog zum Schauspiel.
00:02:26: Zum Film!
00:02:28: Dann war das aber auch... gab natürlich viele Gründe warum ich nicht permanent... Ich hatte keine Green Card.
00:02:33: also es gab so ein paar Dinge, warum ich in LA bleiben konnte Und kam zurück und hab gedacht, ich möchte irgendwas machen.
00:02:40: Aber ich hatte natürlich auch die Kehrseite gesehen vom Schauspiel Schauspieler sein.
00:02:47: Also was es für ein Hassel ist, wie die dauernd, was sie dauerend alles machen müssen?
00:02:50: Wie die dauern nein kriegen und das ist natürlich auch nicht immer von Erfolg gekrönt in dieser großen Stadt.
00:02:57: allerdings muss man sagen dass ist überhaupt nichts zu vergleichen mit dem Schauspielerleben in Deutschland, also es ist was völlig anderes.
00:03:03: Und dann habe ich mich irgendwie dagegen entschieden?
00:03:05: Ich hab mich auch nicht so getraut!
00:03:06: Ich hab dann gedacht ach nee, irgendwie... und dann hab' ich Theaterfilm- und Fernsehwissenschaften und Americanistik im Bochum studiert weil Bochums hatte damals schon die Möglichkeit ein Bachelor zu machen, also ein bisschen schneller.
00:03:20: Der Guido Hiss der damals in der Theaterwissenschaftsabteilung war, der sagte beim ersten am ersten Tag nur dass sie's gleich wissen das hier ist keine Schauspischschule.
00:03:30: Also da saßen natürlich ganz viele Leute, die auch gerne Schauspieler werden wollten.
00:03:34: Und ja ich habe das Studium zwar beendet aber ich hatte eigentlich an dieser theoretischen wissenschaftlichen Arbeit gar nicht so ein Spaß.
00:03:42: Ich war auch gar nicht gut!
00:03:44: Also mir hat es keinen Spaß gemacht so viele Texte zu lesen und so.
00:03:47: Ja und so kam's dann eigentlich.
00:03:48: Ich hab bei einem Film mitgemacht von Margarete von Trotter.
00:03:52: Die großen Straße damals mit ganz vielen großen Schausspielern und dann kam's.
00:03:57: Dann war's so okay muss das jetzt machen.
00:03:59: Hattest du ein Traum, als du die Ausbildung angefangen hast?
00:04:03: Ja.
00:04:06: Ich wollte natürlich schon... Also wenn ich ganz groß gedacht habe dann wollte ich natürlich nach LA und ins Filmbusiness einsteigen und Kinofilme drehen, Blockbuster und das war natürlich auch so ein Kindheits- und Jugendtraum.
00:04:25: Wie hat dich denn die Ausbildung verändert?
00:04:27: was hast du da wahrgenommen.
00:04:29: Also in der Ausbildung lernt man natürlich auch.
00:04:31: Man guckt ja als Zuschauer immer von außen was an, also Filme oder auch wie Schauspieler leben oder wie das Leben so sein würde als Schausspieler und wie die Arbeit ist.
00:04:43: Das guckt man ja von Außen an.
00:04:44: Und wenn man dann in die Schauspilschule geht Guckt man plötzlich von innen?
00:04:49: Als würde man die Seite wechseln und man sieht plötzlich Okay!
00:04:53: Was ist wirklich die Arbeit des Schausplayers?
00:04:57: Was muss ich tun, um guter Schauspieler zu sein?
00:05:01: Um wirklich meine Arbeit gutzumachen.
00:05:05: Wenn ich eine Rolle bekomme, wie gestalte ich das?
00:05:08: Was gibt es auch für Skills die man lernen kann und wo kommt dann das hinzu was man dazu tut?
00:05:17: Das hat natürlich ganz viel mit Persönlichkeitsarbeit zu tun Und man wechselt eigentlich, finde ich, die Perspektive.
00:05:26: Gut, jetzt hast du gerade das Stichwort genommen Persönlichkeitsarbeit.
00:05:29: Das ist ja Schauspiels, arbeitet ja sehr in der Persönlichkeit.
00:05:32: Hast du da noch eine Erinnerung?
00:05:35: Was da die größte Veränderungen für dich war innerhalb der Ausbildung?
00:05:42: Innerhalb der Ausbildungen weiß ich gar nicht, ob es eigentlich ... Es ist ein wahnsinnig langer Prozess.
00:05:49: D.h.,
00:05:49: die Ausbildung stupst was an... natürlich ein riesen, langer Weg ist.
00:05:57: Also sich überhaupt.
00:05:59: natürlich haben wir auch immer gesagt es ist ein Privileg sich so mit Sicht beschäftigen zu können.
00:06:04: Es ist vielleicht nicht nur immer ein Priviläger, aber schon auch schön!
00:06:09: Man muss sich ganz viel mit sich beschäftigen weil man nichts verstecken kann... Das
00:06:13: ist ein privileg wie du sagst, aber das ist die große Herausforderung.
00:06:16: Ja, ja.
00:06:18: Weil du gehst ja auch wenn ich so einen Bild nehme tief in den Keller um hoch aufzusteigen, also in die Gipfeln.
00:06:27: Und das ist manchmal schmerzhaft wahrscheinlich und auch nicht immer prickelnd.
00:06:34: Nein, es ist nicht.
00:06:35: Aber es wirkt wie du sagst im Nachhinein.
00:06:39: Gibt es denn ein Momente wo du sagest ja die haben mich richtig glücklich gemacht?
00:06:44: Ja, also ich liebte die Open Classes.
00:06:47: Es gab es ja damals schon.
00:06:49: Ich liebta auch... das war ja wahnsinnig aufregend.
00:06:52: dieses Mann präsentiert seine Arbeit vor den anderen Vor der Schule, vor den Lehrern.
00:06:58: Wir hatten ja auch noch wirklich großen Respekt vor dem Lehrern!
00:07:02: Wir hatten auch Angst dass nicht gut zu machen.
00:07:05: Das war aber... Also das war schon toll.
00:07:07: Also das fand ich eigentlich, also dann auch natürlich die Stücke.
00:07:10: Die Szenen... Wir reden ja heute noch von dieser einen besonderen Arbeit, die wir gemacht haben.
00:07:16: Was war das?
00:07:17: Das waren die Szenene im zweiten Jahr mit Jan.
00:07:21: Das war großartig!
00:07:23: Ich rede damit Jan heute noch drüber, weil es so schön war.
00:07:26: Es war wirklich eine coole Arbeit nicht nur, weil sie so schön waren und wir uns alle lieb hatten sondern weil wir wirklich an etwas gearbeitet haben was wirklich wichtig war.
00:07:36: Gab es ein Moment Wo du dachtest, es schaff ich nicht.
00:07:39: Möchte aufhören?
00:07:41: Nee... Aufhören wollte ich nie!
00:07:45: Wenn du heute noch mal zurückblickst was würdest du denn anders machen in der Ausbildung?
00:07:53: oder gibt es überhaupt etwas?
00:07:55: Ja es gibt einiges und ich glaube das ist aber jetzt leicht aus der heutigen Perspektive natürlich zu sagen also ich würde natürlich viel mehr an mich glauben.
00:08:05: Also natürlich ist es heute leichter an mich zu glauben als vor zwanzig Jahren.
00:08:11: Ich würde mir viel mehr erlauben, viel mehr Erlauben Fehler zu machen und damit auch zu gehen.
00:08:19: Also vielmehr auch erlaubend zu halten, Dinge auszuhalten, zu halten sanfter mit mir sein.
00:08:26: also ich hatte schon... wahnsinnige Angst zu versagen und so.
00:08:32: Und ich glaube, da wäre ich heute viel spielerischer mit.
00:08:34: ja dann steht man wieder auf und geht weiter.
00:08:37: Es war der Blick war sehr eng auch.
00:08:39: also das würde ich meinem jüngeren Ich wenn ich es begegne... Wenn ich dem meinem Jüngeren ich begegnet würde, dann würde ich ihr das sagen
00:08:48: Wie war denn dein Weg danach?
00:08:50: Was ist nach dem Abschluss passiert?
00:08:52: Ja, nach dem Abschluss habe ich dann relativ schnell Theater gespielt.
00:08:56: Ich hab dann gleich das Weihnachts- ... das Silvesterstück gemacht was wir gerade besprochen haben und hab ja... ich hab dann eigentlich Theater gespät.
00:09:04: Ich habe während der Ausbildung auch schon einiges gedreht Also damals so die ZDF-Serien, zwei-, drei ZDf-Serien.
00:09:11: Da hatte ich auch so durchgehende Rollen schon.
00:09:13: Hab dann aber nach der Ausbildung war irgendwie das Theater doch näher und hab das dann auch gemacht.
00:09:19: Hatte aber auch immer schon ja die Sprecherei, das habe ich damals ja auch schon gemacht.
00:09:24: Auch schon vor meiner Ausbildung.
00:09:25: also das was ich heute ja auch vermehrt tue Ja!
00:09:29: So war ich als junge Schauspielerin oder mitteljunge Schauspielerin eigentlich am Theater.
00:09:34: Ja, du hattest das schon mit dem Sprechen.
00:09:38: Was heißt?
00:09:38: Du hast es synchron gemacht oder was hast du gemacht?
00:09:43: Ich habe in meinem Studium einen Praktikum gemacht damals bei Markenfilm in der Postproduktion und um die zwei tausend, zweitausend Eins war das glaube ich Und hab da witzigerweise... Das war ein tolles Praktikum, das habe ich auch in sehr guter Erinnerung.
00:10:01: Und weil ich da kein Geld für bekommen habe, hat der Chef zu mir gesagt.
00:10:07: Ach Sarah weißt du?
00:10:09: Du machst jetzt einfach mal die ganze Layout-Sprache und dann hab ich irgendwie diese... Also alles was da so produziert wurde, habe ich die Layoutsprache gesprochen und hab da ein bisschen Geld dafür bekommen.
00:10:21: Das war eigentlich der Startschuss.
00:10:23: haben sie irgendwann gesagt, das macht es aber ziemlich gut und dann haben sie mich auch auf richtige Jobs schon gesetzt.
00:10:28: Und dann ging das irgendwie so los.
00:10:30: also ich komme eigentlich sprächertechnisch aus der Werbung und hatte dann auch... Das ist ja natürlich so.
00:10:36: wenn man dann ein paar gute Namen da im Portfolio dann schnell hat, geht das irgendwie auch weiter.
00:10:41: Das war aber sowas was nebenbei lief.
00:10:45: Privileg, dass ich das sozusagen dann immer so weitergemacht habe.
00:10:47: Damit hab' ich natürlich auch meine Schule bezahlt und also ich konnte mir natürlich dadurch auch Sachen ermöglichen.
00:10:55: Und als sich mit der Schauspielschule fertig war damals war es schon noch so, dass man ins Studio Hamburg Synchron ging und da als ausgebildete Schauspielerin hin kam und so...und das habe ich dann auch gemacht aber war dann nicht am Ball geblieben, weil ich natürlich auch viel weg war.
00:11:11: Ich war viel am Theater und auf Tournee.
00:11:15: Das war schwierig zu halten und weiterzugehen und weiter ins Synchron einzusteigen.
00:11:21: Deswegen war das gar nicht so.
00:11:23: Das habe ich dann im Jahr zwei Tausend Fünfzehn wieder aufgenommen.
00:11:26: Aber ich habe immer diese Werbung.
00:11:28: Viel mehr war es damals noch nicht.
00:11:30: Es gab ja noch nicht Imagefilme oder Hürbücher usw.
00:11:34: Gabs alles noch gar nicht.
00:11:35: Es waren schon eher so diese Sachen und das habe ich immer so weitergemacht.
00:11:40: Aber
00:11:40: wenn ich es richtig verstehe, Sarah war das Theater spielen und das andere lief erstmal nebenbei.
00:11:46: Und heute hab' ich den Eindruck hat sich das verändert.
00:11:50: Dann erzähl uns was machst du denn heute?
00:11:54: Ja, heute mache ich eigentlich alle Genres die man so sprechen kann macht diese Werbung, Imagefilme und die Corporate-Sachen.
00:12:03: Dann mache ich auch Hörbücher, Synchron Doku mittlerweile.
00:12:08: Doku war sozusagen noch so die letzte Bastion.
00:12:11: da fängt man dann an mit Voiceover also Overlays und mittlerweile auch Kommentar.
00:12:15: das hat natürlich eine Weile gedauert weil man da wiederum noch in den Sendern und in andere Strukturen irgendwie da so durch muss.
00:12:24: Und ja heute mach' ich eigentlich all das Und habe auch mein eigenes Studio seit drei Jahren, was wirklich eine gute Entscheidung war zu machen.
00:12:34: Ich wollte das ganz lange nicht und dann habe ich aber immer gesagt, ich mache das jetzt doch... Ja!
00:12:39: Und mache eben vieles aus dem Studio heraus.
00:12:42: Ich mach mittlerweile auch internationale Kampagnen.
00:12:45: Da sitzt einer in Paris und einer sitzt in New York und einer sitzt in Rom und alle kommen zusammen und ich sitze in meinem Studio – nicht Zuhause, aber in meinem studio.
00:12:56: Also alles was sozusagen über Hamburgs Grenzen hinausgeht, kann ich von zu Hause aus machen und in Hamburg gehe ich allerdings gerne.
00:13:04: Wie hast du dir denn das ganze technische Know-how rangeholt?
00:13:08: Ich hatte natürlich schon Leute die mich ein bisschen begleitet haben und auch gesagt haben wie es am besten machen soll.
00:13:16: aber vieles war wirklich einfach erst mal machen und gucken ob's funktioniert Und jetzt machen wir das und dann klingt gut
00:13:26: Also du hast keine zusätzliche Ausbildung oder Weiterbildung in diesem Bereich gemacht.
00:13:32: Wie lange hat es denn gedauert?
00:13:33: Du lebst jetzt wahrscheinlich auch hauptsächlich davon, ist das richtig vom Sprechen und einem eigenen Studio?
00:13:40: Ich liebe davon ja ich spiele auch noch Theater, ich spiel an den Kamerspielen.
00:13:43: gerade also rein wirtschaftlich lebe ich davon.
00:13:46: Ja.
00:13:47: Und wie lange hat das gedauerte bis sich so hin entwickelt hat dass du sagst okay Davon kann nicht leben Das ist mein Hauptstandbein.
00:13:55: Weiterhin spiele ich Theater.
00:13:56: Ist es auch wunderbar?
00:13:58: Immer schon, also ich habe ja nie was anderes gemacht.
00:14:01: Ich hab immer davon gelebt... Aber natürlich ist es jetzt in den letzten Jahren, also angefangen hat's... Also ich habe es natürlich ein paar Mal in meinem Leben gemerkt wie sinnvoll es ist einfach in die Sprecherei zu investieren.
00:14:12: Als ich schwanger war, weißt du?
00:14:13: Ich mein man geht da einfach mal kurz ins Studio, legt da sein Baby ab und geht mal kurz rein und gehe wieder raus.
00:14:20: Auch die Werbung das ist ja auch immer dauert ja nicht so lange Da hab' ich schon gemerkt, wie praktisch das ist.
00:14:25: Dann habe ich es natürlich sehr deutlich gemerkt bei Corona Ah!
00:14:30: Alle anderen sitzen Zuhause Und ich ging nach drei Wochen wieder ins Studio.
00:14:36: Das waren alles so Dinge, wo ich gemerkt habe, es macht wirklich Sinn da rein zu investieren.
00:14:41: und dann kam eben ... ... habe ich dann das Studium hier eingerichtet und seitdem ist es nur bergauf gegangen.
00:14:51: Wunderbar!
00:14:52: Du bist ja da praktisch jetzt auch selbstständige Unternehmerin, ne?
00:14:56: Du musst ja auch sehen dass du bekannt bleibst und das Leute auf dich zukommen.
00:15:00: Es ist ja in dem Sinne ein Business!
00:15:03: Da gehört ja nicht nur meiner Meinung nach das Sprechen dazu sondern es ist ganz so drum rum.
00:15:09: Paket auch eine Art Marketing oder sowas musst du ja sicher auch machen Und du bist ja auch Mutter von zwei Kindern und das musst du irgendwie alles unter den Hut kriegen.
00:15:21: Und das ist gut machbar wahrscheinlich mit deinem eigenen Studio?
00:15:24: Ja, mit meinem eigenen Studio.
00:15:26: Ich bin ja auch allein erziehend.
00:15:27: also es ist wirklich machbar.
00:15:28: ich habe wirklich... Also kein Tag ist wie der andere jeden tag ist was anderes.
00:15:32: ich muss auch jeden tach woanders hin und aber ich kann natürlich ganz viel für mich hinorganisieren.
00:15:40: Also ich kann natürlich sagen, ich möchte gerne um zwölf.
00:15:42: Ich kann ganz oft zu Hause sein wenn meine Kinder aus der Schule kommen – nicht immer!
00:15:46: Manchmal geht das auch nicht.
00:15:48: aber eigentlich muss man sagen es ist natürlich ein Superjob für eine allein erziehende Mutter die auch bei ihren Kindern sein will.
00:15:56: Gut dann erzähle uns nochmal ein Beispiel aus der Praxis wie sowas funktioniert.
00:16:00: wir müssen wir uns das vorstellen.
00:16:02: du hast ne Aufgabe das und das einzusprechen.
00:16:06: Also du meinst, wenn ich jetzt bei mir zu Hause einen Auftrag habe und den selbstständig mache.
00:16:11: Ja, also das kommt ja relativ oft vor.
00:16:14: Wobei ich es auch noch lieber mag und auch öfter wenn ich die Wahl habe, dann mache ich das lieber dass sich Leute zuschalten weil dann brauche ich nicht Rätseln ob sie's so haben wollen sozusagen.
00:16:24: aber wenn ich es alleine mache Wenn jemand zu mir sagt So!
00:16:26: Ich hab hier diesen Imagefilm den möchte ich gerne vertont haben.
00:16:29: Hier hast du den Film hier hast Du den Text.
00:16:31: ich hätte das gerne bis morgen Abend oder so Dann ist das für mich dann spreche ich das ein.
00:16:37: Mittlerweile ist das was intuitives, also ich sehe, was der Film ist.
00:16:41: Ich weiß welchen Ton es braucht und dann mache ich das.
00:16:45: Also ich sage ja immer, ich bin Sprecherin, also keine Tontechnikerin.
00:16:49: Das ist natürlich wirklich... Aber witzigerweise ist das wirklich keine Raketenphysik?
00:16:56: Also das kann man schon!
00:16:58: Und dann kommt eben dazu dass wenn man auch noch so einen guten Klang hat in dem Studio wie ich jetzt so anscheinend, also zumindest das bekomme ich immer so bescheinigt.
00:17:07: Dann ist das schnell gemacht!
00:17:09: Dann spreche ich das ein, mache immer zwei Versionen... Ich weiß allerdings immer welche sie nehmen und dann kriege ich einen Feedback.
00:17:15: Ich habe glaube ich kam noch nie was zurück.
00:17:17: Klar gibt es manchmal noch eine Textänderung oder dies oder das aber eigentlich jetzt am Timing oder an Ton oder gibt es nicht irgendwelche Reklamationen oder Korrekturen?
00:17:30: Und jetzt momentan spielst du auch am Theater Ja.
00:17:34: In den Kammerspielen?
00:17:36: Was spielst du denn?
00:17:38: Wir spielen nächstes Jahr Bornplatz-Synagoge, das ist ja die Kammerspiele sind ja im Grindelfürtel und das Grindelfürtal ist ja das jüdische Viertel.
00:17:46: und die Bornplatzsynagoe, die stand ja nun da wie jeder weiß und wurde neunzehnunddreißig vernichtet.
00:17:53: Und Axelschneider hat ein Stück geschrieben was sozusagen darum geht es weil es eben einfach auch mit dem Stadtteil zu tun hat Und es umfängt eigentlich also von neunzehnunddreißig bis heute.
00:18:08: Also eine große, lange Geschichte.
00:18:12: Meine Figur ist auch wirklich jung und am Ende ganz alt über neunzig.
00:18:17: Es geht darum ja natürlich auch um die jüdische Identität.
00:18:24: Dokumentarisch erzählt ein bisschen.
00:18:26: wir haben sehr gutes Feedback bekommen dafür und spielen das ab und zu nicht en suite sondern ab und
00:18:32: Und das lässt sich auch gut vereinbaren und das brauchst du wahrscheinlich ab und zu auf der Bühne zu stehen.
00:18:38: Das ist das Fleisch, die Energie des Ensembles oder?
00:18:44: Absolut!
00:18:44: Tatsächlich ist es so.
00:18:46: Also das Gefühl und die Lebendigkeit und den echten Spaß an diesem Beruf am Spiel... Der ist so vor Mikronich, er ist auf der bühne.
00:18:59: Das muss man schon sagen
00:19:00: Und es ist ja gut, dass du dir das auch immer wieder nehmen kannst und auch immer an Fragen hast.
00:19:05: Ja.
00:19:06: Weil du wahrscheinlich auch in dieser Szene drin bist, nehme ich an?
00:19:10: Ja, in der Hamburger schon.
00:19:12: Ich war natürlich dann mit den Kindern auch, hab dann gesagt, ich möchte das meiste ... Ich wollte nicht immer, ich bin ja vorher mal nach Berlin gefahren zum Drehen.
00:19:21: Irgendwann ist das, wo man sagt naja's muss sich irgendwie so in Hamburg abspielen!
00:19:25: Ich erinnere immer noch um das da schon lange her ziemlich beste Freunde dass du da auch mitgespiegelt
00:19:31: hast.
00:19:31: Ja, das war ein Endloststück!
00:19:37: Ich habe dich zwar öfter nach gesehen aber das ist irgendwie im Kopf geblieben.
00:19:43: Wie achtest Du denn auf Dich selbst?
00:19:45: Ich hab angefangen ins Fitnessstudio zu gehen als ich merkte, uff irgendwie ist das alles ganz schön viel zumal natürlich meine Wochenenden nicht normale Wochenende sind.
00:19:56: also Zwei Jungs fährt man dauernd an den Fußballplatz in die Basketballhalle.
00:20:03: Man ist dauerend irgendwo und ich merkte manchmal am Sonntag, oh Gott!
00:20:07: Ich bin irgendwie so fertig von diesem Wochenende und habe eigentlich gar nichts für mich.
00:20:12: gemacht und habe dann angefangen mit meiner aller liebsten Freundin wirklich ins Fitnessstudio zu gehen.
00:20:18: Yoga, Krafttraining, Sauna... Und wenn wir es schaffen, man schafft das nicht immer.
00:20:24: aber eigentlich versuche ich mir sogar den Freitag freizunehmen.
00:20:29: also sozusagen dass ist so mein Wochenendtag wenn ich manchmal geht es nicht aber es geht schon oft wenn man das will und dann ja und dann in der Woche nochmal zwei drei mal da kriege ich meinen Hirn auch wieder frei.
00:20:42: Was würdest du jungen Absolventen, die jetzt gerade die Ausbildung beenden mit auf den Weg geben?
00:20:49: Die jungen Absolventen – die ich kenne.
00:20:52: Also ich habe ja auch mit einer jungen Obsolventin gespielt.
00:20:55: Die sind ja ganz anders als wir damals waren.
00:20:57: Also sie sind viel mutiger und kennen sich viel besser wie das Gefühl.
00:21:06: Deswegen hab' ich immer das Gefühl an der Stelle, dass sie eigentlich ganz gut aufgestellt.
00:21:12: Auf der anderen Seite sind sie natürlich konfrontiert mit einer viel größeren Masse an was Möglichkeiten und was man machen kann.
00:21:19: Und dieses ganze Social Media, wie präsentiere ich mich?
00:21:23: Wie mache ich das alles?
00:21:24: Als wir es damals waren.
00:21:26: Wir hatten noch DVDs!
00:21:30: Also sich da in dem Dschungel zurechtzufinden ist glaube ich gar nicht so leicht.
00:21:36: Ich würde immer sagen versuche dich zu fokussieren Und aber geh da raus.
00:21:44: Sei mutig und nutze das auch, also man kann ja auch nutzen dieses Ganze was es einem bietet.
00:21:50: Also stay focused and don't be afraid ist eigentlich immer mein Lieblingsloben.
00:21:56: Ja liebe Sarah ich danke dir.
00:21:58: schön dass du da warst und ich wünsche dir weiterhin viel Erfolg.
00:22:02: Dankeschön.
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