19 - Achim Bramscher - Solopreneur

Shownotes

In Episode 19 spreche ich mit Achim Bramscher – Schauspieler, TV-Producer, Moderator und Gründer der Media Impact Academy, der seit über 25 Jahren zwischen Medienproduktion, Bühne und Coaching arbeitet.

Nach seiner Ausbildung an der Schule für Schauspiel Hamburg führte ihn sein Weg nicht nur in Film- und Fernsehproduktionen, sondern auch hinter die Kamera – als Producer, Realisator und Entwickler verschiedenster TV-Formate. Von Schauspiel über Moderation bis hin zu Reality- und Dokuformaten bringt Achim eine außergewöhnlich breite Medienerfahrung mit.

Ein besonderer Schwerpunkt unseres Gesprächs liegt auf seiner heutigen Arbeit als Gründer der Media Impact Academy, mit der er Menschen dabei unterstützt, sicherer, authentischer und wirkungsvoller vor Kamera, Publikum und in digitalen Medien aufzutreten. Dabei verbindet er Schauspieltraining, Storytelling, Körpersprache und Medienkompetenz zu einem praxisnahen Coachingansatz.

Transkript anzeigen

00:00:02: Schauspieler?

00:00:03: Und wovon willst du

00:00:04: leben?".

00:00:05: Diese Frage hören oft viele junge Menschen, wenn sie diesen Berufswunsch äußern.

00:00:11: Ich habe mich auf die Suche gemacht herauszufinden wo ehemalige der Schule für Schauspiel Hamburg ihren Platz in der Berufswelt gefunden haben – auf oder neben der Bühne.

00:00:23: und ich bin auch vielfältig und beeindruckende Lebenswege gestoßen!

00:00:28: Mein Name ist Michaela Ulig Und ich habe die Schule für Schauspiel Hamburg geleitet und geprägt.

00:00:36: Ja, mein heutiger Gast ist Achim Brahmscher.

00:00:40: Achim hat die Ausbildung in den letzten Jahren abgeschlossen und arbeitet heute als Medien-Solopreneur.

00:00:48: Herzlich willkommen, Achim!

00:00:50: Schön dass du da bist.

00:00:51: Ich

00:00:51: danke dir, dass ich hier sein darf.

00:00:52: Solopreneure – das hört sich ganz toll an.

00:00:54: Das ist ein schöner Titel, den nehme ich gerne an.

00:00:56: auch in den Medien bin ich unterwegs.

00:00:59: Achim, sag jetzt schon ein paar Jahre her, dass du die Ausbildung beendet hast.

00:01:05: Welche Bilder und Erinnerungen kommen da hoch?

00:01:08: Schauspiel-Ausbildung, Ölkers Allee!

00:01:11: Das allererste Mal als ich durch diese Tür getreten bin an der Ölker's Allee ist mir bewusst geworden, dass das ein ganz anderes Leben ist Und ab dem Moment hat sich mein Leben auch geändert Und das ist so die allererste Erinnerung.

00:01:24: Es fing eigentlich damit an, dass ein Freund von mir sich angemeldet hat für dieses Vorsprechen.

00:01:28: Da war glaube ich Olivia im Raum, da war Kai Mertens mit dem Raum und du warst in einem anderen Raum.

00:01:33: Zwei tausend war das... Juli?

00:01:36: Zwei Tausend!

00:01:36: Ich habe gemerkt hier passieren Dinge, die kenne ich nicht.

00:01:40: Das ist alles etwas, von denen ich mal was gelesen hab, was gehört haben, was meine Freunde erzählt haben.

00:01:46: aber dieses Ensemble-Gefühl, dieses Gefühl dass es um mich geht, um einen selber.

00:01:52: Das habe ich da schon gespürt und ab dem Moment Juli- zweitausend das erste Mal bei euch in der Schule für Schauspiel hat sich mein Leben geändert.

00:02:00: Wie bist du denn dann dazu gekommen zu sagen?

00:02:02: Ich kenne das gar nicht aber ich will eine Schauspielt Ausbildung machen.

00:02:05: was war denn dein Motor?

00:02:08: Ja gute Frage!

00:02:09: Das ist ne Frage glaube ich die sehr tief geht wenn man das wirklich für sich selbst beantwortet.

00:02:14: Es ist immer sehr persönlich individuell.

00:02:16: Es ist der Klassiker zu wissen, da ist mehr drin in einem als das was man normalerweise im allgemeinem alltäglichen Leben braucht.

00:02:24: Und da bin ich nachgegangen!

00:02:26: Ich habe mich so in mich reingeheucht, ich hatte Gott sei Dank zur Zeit eine gute Freundin meiner Seite die es auch in mir gesehen hat und hat gesagt du musst mal an Schauspielschulen vorsprechen gehen.

00:02:34: Ich war in Hannover, ich war in München... ...ich war in Hamburg an einer staatlichen Schauspielschule.

00:02:39: Ich bin immer ne Runde weiter gekommen aber es hat nie geklappt dass sie mich unter den letzten drei bis fünfte Eingeladen haben.

00:02:45: Dann habe ich das Ganze beiseite gepackt, hab eine Ausbildung angefangen als Fernseher-Redakteur auch hier in Hamburg.

00:02:51: Hab das zu Ende gebracht bin dann durch das Volontariat gegangen und dann war es ja im Jahr zweitausend war ich schon ein junger Redakteur wo dann ein Freund sagte Ich habe mich angemeldet für einen Vorsprechen an der Schule fürs Schauspiel kommen noch mit Und ich hatte das eigentlich schon nach Akta gelegt.

00:03:04: Für mich war das schon erledigt!

00:03:05: Ich wollte...ich dachte nein, ich bin jetzt Fernseeredakteur Das reicht mir!

00:03:08: Dann war es Samstag ist mein Samstag, ich fahre da hin.

00:03:11: Wer ist nicht da?

00:03:12: Mein Freund.

00:03:13: Aber ich war da so ein Funderbar.

00:03:16: Typisch?

00:03:17: Ja, Ingo!

00:03:17: Schöne Grüße an Ingo.

00:03:19: Hong heisst er.

00:03:21: Und ich dachte jetzt gehe ich da auch rein.

00:03:23: Waren so viele nette Menschen und nur aufgeregte ja in meinem Alter Menschen... ...und ich bin da einfach rein und hab damit gemacht und als es dann am gleichen Tag die Entscheidung kamen... Ich werde aufgenommen.

00:03:34: das war als wenn irgendwas hat sich mir gedreht.

00:03:37: also ich kann's gar nicht in Worte fassen warum ich da ist hingegangen bin.

00:03:40: Es war einfach eine Intuition, glaube ich.

00:03:43: Wie hast du denn deine Zeit dann in der Schauspielschule erlebt?

00:03:48: Dann gleich die zweite Frage – was hat dich geprägt persönlich und künstlerisch?

00:03:52: Ich kann mich an einen Satz erinnern, den Olivia mal geprägt hat.

00:03:58: Relativ zu Anfang, zwei Sätze waren es eigentlich.

00:04:00: Olivia kennen wir alle, muss ich die erklären?

00:04:02: Nein!

00:04:03: Olivia kennen weh genau.

00:04:05: Sie sagte, wenn ihr hier in dieser Schauspschule seid und durchhaltet werdet ihr mehrere Shocks erleben.

00:04:10: Man geht durch mehrere Shocks und das Ganze ist auch so ein bisschen wie eine zweite Pubertät.

00:04:15: Also man begegnet sich selber, man hinterfragt dass was man eigentlich isst, wer man ist wo man herkommt warum man so ist wie man ist und diese Shocks sind echte Shocks.

00:04:25: also man merkt selber irgendwas ist bei mir im Leben passiert bis hierhin und jetzt habe ich die Möglichkeit es zu ändern.

00:04:32: Und der zweite Satz der Hängeblieben ist der mich auch geprägt hat ist, dass sie sagt bleibt immer bei der Arbeit.

00:04:38: Bleibt immer an der Arbeit.

00:04:39: also was immer in eurem Leben passiert und das muss ich ja jetzt sagen als einundfünfzigjähriger Mann da passieren natürlich Dinge!

00:04:47: In den letzten dreißig Jahren also das Leben macht etwas mit einem aber ich bin an der kreativen Arbeit geblieben und man immer gespielt habe gearbeitet habe in der k creativen Welt war ich glücklich.

00:04:59: alles andere drum herum ist manchmal so wie es ist.

00:05:01: halt

00:05:03: Ja, gehen wir noch mal zur Ausbildung zurück.

00:05:05: Was waren denn... oder ich frage es einmal mal der schönste Moment, der dich richtig glücklich gemacht hat?

00:05:11: In der Ausbildung gab's natürlich mehrere wunderschöne Momente also das ist jetzt gar nicht der eine.

00:05:20: Wir haben so viel gelacht einfach!

00:05:22: Wir haben einfach so viel Gelacht und hatten eine solche Freiheit teilweise in den Übungen, in den Proben.

00:05:30: Es gibt ne Anekdote Die ist sehr, sehr mit Hendrik Was mich geprägt hat, das hast du ja gefragt.

00:05:38: Also letztendlich waren es die ganzen Dozenten und Dozentinnen unter anderem Vladimir.

00:05:43: Ich habe gemerkt wie wichtig ist ein Mentor zu haben Und Vladimir hat für mich eine Art Mentor Funktion eingenommen.

00:05:49: ich glaube nicht nur für mich sondern ganz viele.

00:05:52: Das ist etwas was mich für mein späteres Leben sehr geprägte hat Zu wissen Es gibt Leute die an einen Glauben auch wenn's weh tut Dinge mit dir anstellen, wie gut sind für dich?

00:06:02: Obwohl du es gar nicht siehst.

00:06:03: Erst Wochen, Monate Jahre später vielleicht... Das hat mich geprägt!

00:06:08: Und gab es dann auch eine Phase wo du dachtest ich möchte aufhören?

00:06:14: Schaff' ich nicht?

00:06:15: Gab's nicht.

00:06:17: das gab es nie.

00:06:19: Es gab die Phase wo ich dachte Ich bin nicht gut genug.

00:06:22: Der Anspruch ist so hoch da schaffe ich nicht weil ich gemerkt habe wenn ich mich verglichen hab mit Mitschüler und Mitschulerinnen.

00:06:31: Ich nehme jetzt mal ein paar Beispiele.

00:06:32: Ich nehme mal Vanida, ich nehme mal Justus auch.

00:06:34: Hendrik!

00:06:36: Das sind Menschen die sind da hingekommen und die haben was mitgebracht von sich aus.

00:06:45: Und ich habe gemerkt dass ich viel viel arbeiten muss.

00:06:48: Ich komme mal aus keinem Akademikerhaushalt.

00:06:51: Ich konnte lesen aber ich konnte nicht vorlesen.

00:06:55: das hab' ich da gelernt.

00:06:57: Und Justus?

00:06:58: Auch jemand steht im Raum groß hat eine tolle Stimme ne klare Aussprache Großartig.

00:07:05: Vanida, eine Erscheinung konnte sich sofort bewegen hat gleich den Raum eingenommen.

00:07:10: Hendrik ein brillianter Geist.

00:07:12: das sind so Menschen wo ich dachte du brauchst die bringen so viel mit schon und ich musste mir selbst Stück für Stück irgendwie alles zusammen suchen.

00:07:18: aber die haben dich mitgenommen.

00:07:20: es hatte ich nicht so zurückgeworfen auf dich dass du gedacht hast ich renne weg sondern du hast gemerkt Kann ich noch was erleben, was ich gar nicht kenne?

00:07:28: Und das bringt mich nochmal.

00:07:30: Wie soll ich sagen mit einer neuen Lebendigkeit in deren Kontakt?

00:07:33: könnte man das so formulieren?

00:07:35: Komplett ja.

00:07:36: also es war wie schon zu Anfang mal kurz erwähnt.

00:07:38: oder Es ist wie eine zweite Pubertät Man lernt sich neu kennen und diese Lebendlichkeit Sich selbst Dinge zu trauen die Ich vorher mir nicht Mal vorstellen können In Rollen zu schlüpfen natürlich aber auch Auch mal wütend zu sein traurig zu sein Zu lieben, zu hassen.

00:07:56: Alles so... Das sind Dinge die ich freue natürlich nicht

00:07:58: so.

00:07:59: Wenn du jetzt zurückblickst heute von heute aus gibt es was wo du sagst das würde dich anders machen?

00:08:07: In der Ausbildung?

00:08:08: Ja!

00:08:09: Würde ich.

00:08:09: Ich muss da hart an meiner Disziplin arbeiten habe ich Olivia ganz oft im Ohr.

00:08:14: wenn du noch einmal zu spät kommst brauchst du gar nicht mehr reinkommen.

00:08:16: also dass etwas.

00:08:18: ich würde von Anfang an disziplinierter sein mich mehr mit der ganzen Materie noch mehr beschäftigen, anstatt das studentische Leben zu genießen.

00:08:26: Was wir sehr genossen haben im ersten und zweiten Jahr!

00:08:29: Mit sehr vielen Partys, sehr langen Nächten und wenig Aufmerksamkeit am nächsten Tag im Unterricht.

00:08:34: Aber das macht es glaube ich auch aus.

00:08:35: aber ich würde was das angeht ohne mich jetzt zu verkrampfen und ohne Überehrgeiz reinzulegen, würde ich mich nochmal darauf einlassen und mich ein bisschen mehr öffnen.

00:08:46: Gut, in dem Zusammenhang gerade weil du ja schon vor vielen Jahren die Ausbildung beendet hast.

00:08:52: Wenn du jetzt noch mal zurückblickst welchen Stellenwert hat denn die dreijährige Ausbildung in deinem Leben?

00:08:59: Ganz ganz großen!

00:09:01: Also hätte ich diese Ausbildung nicht gemacht wäre ich jetzt nicht der gleiche Mensch.

00:09:06: Ich glaube das ist klar Das muss man gar nicht erwähnen Denn durch dieser Ausbildung eröffnet sich so viele Möglichkeiten und Chancen während der Ausbildung nicht erahnt.

00:09:16: Man geht Wege und öffnet Türen, die man auch nicht mehr schließen möchte.

00:09:21: Und wenn du da einmal durchgegangen bist durch diese Tür dann kannst du doch nicht mehr zurück.

00:09:24: Du hast Dinge gesehen, Dinge erlebt, die auch später im Leben immer wieder wichtig wurden Der Umgang mit mir selbst Wie ich mit mir selber um gehe Zu wissen was tut mir gut?

00:09:36: Was brauche ich im Leben um zu überleben?

00:09:39: in Anfangsstrich Resilienz aufbauen Aber auch den Umgang Mit den Mitmenschen aber auch das Wissen.

00:09:46: Wo ist jemand also kreativ, kreative Menschen zu verstehen?

00:09:51: Die ticken anders.

00:09:52: Die denken anders die atmen anders sie leben anders.

00:09:55: und wenn ich in meinem Beruf jetzt als Medienmensch der sowohl hinter der Kamera arbeitet aber auch vor der Kamera habe Ich ganz viel mit kreativen Menschen zu tun Wenn man die mal daraus nehmen würde aus diesem Milieu in ein normales Unternehmen packen würde Die würden die Sprache die Wörter verstehen Aber den Inhalt nicht.

00:10:13: Kreative menschen reden über Dinge die einen anderen Anschluss haben in einem.

00:10:18: Und das ist etwas, was ich da mitgenommen habe – auch jetzt in meiner Welt!

00:10:22: Der Anschluß zu sich selbst ist ein anderer und wir haben nicht so tolle Angst, die Kreativen vor Tiefe.

00:10:32: Und auch nicht

00:10:33: vorauseinandersetzungen,

00:10:36: die nicht angenehm sind.

00:10:38: Das sind nicht nur mit dem Essen und Wetter beschäftigt sondern es ist eine ganz andere Art.

00:10:44: So erlebe ich das.

00:10:45: Auch jetzt schon jemand, der es damit sehr lange zu tun hat.

00:10:50: Achim!

00:10:51: Wie ging es für dich nach deinem Abschluss weiter?

00:10:54: Was passierte direkt danach?

00:10:56: Lass uns mal noch ins Jahr zwei tausend drei.

00:10:59: Du bist fertig und was ging ab?

00:11:02: Es passierte schon während der Ausbildung ganz viel.

00:11:04: Habe ich die Tage erst wieder dran gedacht.

00:11:06: Interessanterweise habe ich da schon den ersten Werbel-Jobs bekommen.

00:11:09: War dann irgendwie hier das Wodafone Gesicht für ein Jahr... hab da fünf Werbungen gedreht, das heißt nicht ganz aber fast.

00:11:17: die Kosten für die Schule waren wieder drin so ungefähr.

00:11:21: Und anschließend nachdem ich den Abschluss gemacht habe im September zwei tausend drei habe ich mich selbstständig gemacht als Realisator.

00:11:27: Ich habe hier in Hamburg eine Firma gearbeitet, die für ZDF ne Show gemacht hat.

00:11:32: Da habe ich kurz gearbeitet und dann bin ich direkt nach Bremen und hab der Theater gespielt.

00:11:37: Hab mich davor gesprochen ganz klassisch am Theater Schiff.

00:11:41: Das wurde damals neu gegründet.

00:11:44: Und da habe ich die erste Rolle angenommen in einer Komödie, in einer Boulevard-Komödie.

00:11:49: Hat sehr viel Spaß gemacht.

00:11:51: Ich hatte ganz viele Freiheiten.

00:11:52: ab dieser Stück glaube ich fünfhundert, sechshundert Mal gespielt... ...in zwei drei vier Jahren.

00:11:57: Dazu kamen noch andere Stücke, die dann auch dort aufgeführt wurden wo ich mit reingezogen wurde.

00:12:01: also ich hab mich wie man das so schön sagt frei gespielt!

00:12:05: Ich hatte meinen Rucksack voll mit Wissen mit Fähigkeiten, mit Dingen die man alle gebrauchen kann.

00:12:10: Und dann habe ich gemerkt, brauche ich das?

00:12:12: Kann ich das anwenden?

00:12:13: Ja!

00:12:14: Sehr viel konnte ich nutzen.

00:12:17: Einiges habe ich nicht gebraucht im Boulevard Theater.

00:12:19: Dann musste ich mich da neu entdecken und da habe ich mich quasi freigespielt in Bremen am Theater Schiff.

00:12:24: Hab dann später bin ich nach Berlin gegangen, hab da Theater gespielt in der Freien Szene, hab in Köln Theater gespielt auch in einer Freien Szenen immer wieder auch gedreht als Schauspieler Verwerbungen gedreht.

00:12:38: Parallel aber dann auch wieder als Realisator, TV-Realisator und Autor gearbeitet.

00:12:43: Dass wir uns nochmal zu dem Punkt gehen.

00:12:44: jetzt hast du es gut beschrieben wie der Einstieg war.

00:12:47: was machst du heute beruflich?

00:12:49: Ich habe dich ja als Solopreneur vorgestellt und das ist ja jemand muss ich auch erst nachgucken der praktisch seinen Chef sein eigener Mitarbeiter seine eigene Buchhalte.

00:13:00: also es ist ein One Man Firma wenn man so will und da ist mir dann auch aufgefallen was du eine Menge machst, also da wurden ja auch verschiedene Sender RTL ZDF und alles Mögliche genannt.

00:13:13: Und

00:13:14: mich interessiert, was machst Du jetzt?

00:13:17: Wo bist Du unterwegs?

00:13:20: Wie bist Du dahin

00:13:21: gekommen?".

00:13:22: Ich habe tatsächlich vor der Schauspiel-Ausbildung einen Ausbild zum Fernsehredakteur gemacht.

00:13:26: Das heißt ich hab ne journalistische Grundausbildung.

00:13:29: Damals musste man noch recherchieren selber drehen schneiden Texten.

00:13:34: Mittlerweile ist das alles ein bisschen aufgeteilt.

00:13:36: Jetzt bin ich tatsächlich TV Producer, TV Autor, TV Realisator.

00:13:43: Das bedeutet alles was man im Fernsehen machen kann.

00:13:45: im Unterhaltungsbereich habe ich gemacht oder kann nicht machen.

00:13:49: Ich bereite Sendung vor Reality Shows Dokumentationen Doku Soaps Bereitet sie vor setze sie um schneide Sie und wenn es sein muss schreibe ich noch einen Text drüber.

00:13:59: Wirst du dafür angefragt?

00:14:02: Ja, hier ist jetzt eine Dokumentation.

00:14:04: Bitte das und das brauchen wir.

00:14:05: oder wie müssen wir uns das vorstellen?

00:14:07: Genau so!

00:14:08: Also ich habe natürlich ein Netzwerk.

00:14:09: mittlerweile seit über zwanzig Jahren bin ich in diesem Bereich.

00:14:12: Fünfundzwanzig, sechsundzwanzigs, siebenzwanziger Jahre fast.

00:14:14: Und da gibt es mehrere Firmen in Deutschland Warner Brothers, Oofershown Factual Riverside aus Hamburg.

00:14:21: Die kennen mich Ich kenne die.

00:14:23: Das haben sich quasi Beziehungen ergeben in den letzten zwanzig Jahren.

00:14:25: und die rufen mich tatsächlich an oder schreiben mich an und sagen, ach wir drehen demnächst das und dass.

00:14:31: Und der Coverboss zum Beispiel.

00:14:33: Oder ich war vielleicht kennt man das, ich war jetzt in Australien und habe damit drei köchenden Roadtrip gemacht.

00:14:39: Heißt Roadtripp Amerika, Roadtip Australia.

00:14:42: haben wir gerade gedreht oder hatten letztes Jahr das Vergnügen und da werde ich ihn eingekauft.

00:14:47: für vier fünf sechs

00:14:49: Wochen

00:14:49: bin dann unterwegs mit den Protagonisten habe im Idealfall schon mit vorbereitet und vor Ort bin ich derjenige, der die Inhalte generiert mit denen.

00:14:57: Also ich bin Regisseur fürs Fernsehen kann man sagen nicht für ein Film aber fürs Fernsehen.

00:15:01: Mit den Menschen vor der Kamera, die entweder Moderatoren sind oder Prominente aber auch Reality-Leute oder Menschen, die einfach aus dem Leben kommen arbeite.

00:15:10: ich gebe denen sozusagen die Möglichkeiten ihre Themen in ihrer Geschichten zu erzählen unterstütze die lenke die auch ein bisschen Aber nicht so viel.

00:15:19: Und das bereitest du dann, also du weißt was auf dich zukommt und das bereitst du dann Schritt für Schritt schon vorher vor.

00:15:27: oder ist das auch ich tue?

00:15:28: Ich beobachte und gebe dann an wie es geht.

00:15:32: Ja ja!

00:15:33: Ich kenne das so nicht.

00:15:35: deswegen frage ich.

00:15:36: Ich denke einige Zuhörer werden's auch nicht kennen, deswegen interessiert es.

00:15:40: Die große Vorbereitung findet meistens innerhalb der Firma selber statt.

00:15:43: Also bevor ich dazukomme ist schon viel vorbereitet.

00:15:46: Dann krieg' ich meistens ein... Ein

00:15:48: Plan.

00:15:49: Es ist ein Storyboard, es ist kein Drehbuch und anhand dessen weiß ich... Ich nenn jetzt mal Module was wir drehen heute.

00:15:56: Drehen wir drei Module und dann gehe ich da hin mit den Protagonisten oder Moderatoren.

00:16:02: Gebt denen natürlich einen Briefing aber dann kommt wieder die Schauspielarbeit.

00:16:05: Ich gelernt habe dazu.

00:16:06: Ich gebe dir nicht alle Infos!

00:16:08: Ich weiß wo wir hin wollen an diesem Tag?

00:16:11: Gebt denn immer nur so viel Info dass sie sich selber ausweiten können und selber arbeiten können und gebe immer punktgenau weitere Infos, damit es funktioniert.

00:16:21: Also ich lasse den Freiräumen!

00:16:22: Aber das ist ein bisschen die Arbeit eines Regisseurs der die Leute vorbereitet aber nicht überbrieft, damit sie nicht nur abliefern was ich sage sondern selbst entwickeln können vor der Kamera.

00:16:33: Okay wie bist du denn jetzt dazu gekommen?

00:16:36: Gab's da einen Wendepunkt in deinem Leben?

00:16:37: Ist es dem Zufall

00:16:38: geschuldet

00:16:39: oder hast Du das ganz straight anvisiert?

00:16:45: Das lief parallel immer.

00:16:47: Ich musste irgendwann auch Geld verdienen.

00:16:49: Als Schauspieler verdient man Geld, wenn man arbeitet.

00:16:52: Ich auch als Selbständiger, ich bin selbstständig natürlich auch nur und in dem Bereich waren die Aufträge immer da und ich wurde immer angefragt und irgendwie haben die wohl gemerkt dass sie das auch kann.

00:17:04: und dann wurden die Auftrige mal größer und die Drehzeiträume auch immer länger und die Firmen wurden immer bekannter mit denen ich gearbeitet habe.

00:17:13: Und ich bin nach rein gerutscht, kann man nicht sagen es ist ja mein Beruf als Redakteur ist das, ich erzähle Geschichten.

00:17:19: Für mich ist es immer gar nicht der große Unterschied ob ich jetzt Geschichten erzählt als Schauspieler oder als Moderator oder als Autor und Realisator.

00:17:27: da sind halt nur Menschen mit denen die Geschichte inszeniere.

00:17:31: aber innerlich die innere Arbeit die ich leiste dieses Mitarbeiten, Mitdenken, Mitfühlen, mit Impulse geben... Das ist ähnlich!

00:17:40: Das ist für mich eine Klaviatur die spielen kann und je nach Thema Spiele ich mal die hohen Töne und mal die etwas tieferen oder leisern vielleicht.

00:17:48: Oder auch die lauten?

00:17:50: Was liebst du denn am meisten von dieser Art, also was du hast ja geschrieben Autoregisseur, Realisator das noch, was magst du denn oder liebst Du am meisten davon wo du sagst

00:18:04: Ja!

00:18:05: Am meisten liebe ich es selber natürlich zu agieren.

00:18:09: Ich habe auch lange moderiert im deutschen Fernsehen Und das war eine wundervolle Erfahrung.

00:18:14: Was hast du denn moderiert?

00:18:15: oder wo hast du moderiert?

00:18:17: Das war in dem Jahr zwei Tausend, acht bis zweitausendzehn.

00:18:21: Eine Kochsendung!

00:18:22: Da war ich quasi Sidekick sagt man Komoderator.

00:18:26: da gab es drei Sterneköche und ich war derjenige der mit denen zusammen gearbeitet hat.

00:18:30: und wir sind oder die sind in eine Familie gegangen.

00:18:34: diese Familie hat sich was bestellt in einem Restaurant und der Koch in der Familie hat gesagt Ich koch genau das gleiche was die im Restaurant kochen nur besser und günstiger und schneller.

00:18:43: Und ich war derjenige, der im Restaurant war und der einkaufen war und er sich mit den Köchen so ein bisschen gefrotzelt hat.

00:18:48: um ehrlich zu sein es verratete.

00:18:50: jetzt das habe ich noch keinem verraten Ich habe da eine Rolle gespielt Der Diener zweier Herren.

00:18:59: Da habe ich einfach den Diner gespielt Weißt du?

00:19:02: Komenia dell Arte!

00:19:04: Ich hatte drei Herren, drei Sterneküche und ich war immer gegen die Obigkeit angegangen ist mit dem Anführungsstrich im niederen Volk verbunden hat, sein Vorteil gesucht hat in allem und auch mal freche Sprüche gemacht.

00:19:20: Das war so meine Rolle!

00:19:22: Und das hat total Spaß gemacht.

00:19:23: Und es wurde sehr gut angenommen.

00:19:25: Es lief wie gesagt drei Jahre... Ich war jeden Tag im Fernsehen, ich war jede Woche in einer anderen Stadt und nach drei Jahren aufgrund von den Senderentscheidungen wurde es irgendwie nicht weitergemacht und dann war ich da nicht mehr drin.

00:19:39: aber jetzt ist moderieren dieses Spiel, dieses Agieren um auf die Frage zurückzukommen auch kreativ sein, auch in Pulsen nachzugehen.

00:19:46: In dem Moment zu sein gar nicht vom Kopf her arbeiten sondern von Impulse her und zu merken die Leute nehmen das ab und spielen mit dir ums Hombelgefühl.

00:19:56: Das war großartig!

00:19:57: Das ist doch auch das was auf der Bühne beim Theater immer das was mich da gehalten hat.

00:20:03: Naja, da gibt es ein bisschen unterschiedliche Mentalitäten.

00:20:06: Die einen brauchen ganz klaren Text und ganz klare Vorgaben und die anderen lieben das.

00:20:10: Und jetzt höre ich gerade bei dir raus auch die Improvisationen in erster Linie auf den Moment spontan reagieren.

00:20:17: Da gibt's manche, die können das gut und machen das auch Angst.

00:20:20: Das sind sehr verschiedene Angehensweisen.

00:20:24: Ja...und jetzt aktuell was machst du jetzt im Moment aktuell?

00:20:30: Ganz aktuell bin ich auch wieder als Fernsehredakteur oder Realisator unterwegs, oder Producer.

00:20:36: Ich fliege im Mai nach Kursamui für ein Monat.

00:20:39: Dreh da für die Schweiz einen Format, eine Reality-Format was auch jeder kennt... Die Bachelorette!

00:20:46: Das ist etwas da!

00:20:49: Streiten sich die Geister?

00:20:50: Ich genieße es einfach mit dem Team zusammen zu sein auf Kursammui zu sein.

00:20:53: Ich finde's einfach großartig und mache das seit fünf Jahren.

00:20:56: Auch als Producer Schreibe doch auch manchmal die Texte für die Menschen, die dann Rosen verteilen.

00:21:01: Also der Bachelor oder die Bachelorette sagen das was ich schreibe...

00:21:07: Aber du bist nicht teilig, den Bachelors auszusuchen?

00:21:10: Nein!

00:21:10: Das passiert alles vorher.

00:21:13: Ich bin noch nicht der Golden-Bachelor, obwohl es gerne wäre.

00:21:15: aber... Wollen wir noch mal reden?

00:21:18: Schön!

00:21:20: Ja, aber das ist das, was ich quasi in dem Job mache.

00:21:23: und weil du Fragst, ich habe jetzt seit einem halben Jahr die Media Impact Economie ins Leben gerufen.

00:21:29: Was ist das?

00:21:30: Erklärst du uns das?

00:21:31: Ja natürlich!

00:21:32: Aus meinem beruflichen Leben hab' ich alle Menschen zusammengezogen, die ich toll finde und nett finde – und die auch was können?

00:21:38: vor allen Dingen.

00:21:39: Das sind Fernsehregisseure, Autoren, Schauspielerinnen, ModeratorInnen, Social Media Experten, KI-Experten.

00:21:52: Federvühren entwickeln mit den Seminare, Webinare um Unternehmer, Influencer oder Freelancer zu schulen.

00:21:59: Ein Auftritt in Präsenz, Stimme und Sprache in KI.

00:22:04: Und das ist das was ich gerade seit einem halben Jahr aufziehe.

00:22:07: Wir haben jetzt zwei Webinaren vorbereitet.

00:22:10: Ich habe gerade zwei Unternehmen an der Hand die sich von uns fortbilden lassen wollen In Auftritt, in Präsens, in Elevator Pitch'n.

00:22:16: Die wollen Pitch´n lernen Auf einer Messe ihre Produkte bestmöglich in dreißig bis neunzehnt Sekunden einen Mann bringen.

00:22:23: Und mit den Menschen, die ich da im Hintergrund habe... ...mit meinen Experten und Expertinnen schaffen wir das!

00:22:28: Das ist gerade mein Neustandbein.

00:22:30: Okay wie nennst du es?

00:22:32: Media Impact Academy.

00:22:34: Kurz MIA.

00:22:35: Und habt ihr eigene Räume?

00:22:37: oder das erst mal mietet ihr an wenn das Seminare stattfällt?

00:22:42: Wir

00:22:42: mieten an.

00:22:43: Wir sind in Hotels, wir suchen Seminarräume hier in Hamburg oder in jeder anderen großen Stadt, oder in den Unternehmen selber haben die meistens auch eigene Räumlichkeiten.

00:22:51: Das seid ihr jetzt noch ein ganz junges Unternehmen?

00:22:54: Ja!

00:22:55: Und das wird ein weiteres Standbein von dir.

00:22:57: Das ist

00:22:57: schon eins genau und das ist ganz toll weil ich da meine ganzen Expertisen selber mit einbringen kann.

00:23:02: Ich organisiere, habe viel mit Menschen, das kann kreativ sein.

00:23:07: Ich bilde Menschen weiter.

00:23:09: also dass was sich auch erwähnt hat Mentor zu haben einen Mentor es wichtig oder eine Mentorin Aber durch den Bereich schaffe ich es anderen Leuten, Unternehmern selbstständigen Mentoren zur Seite zu stellen.

00:23:23: Und das finde ich ganz wichtig die weiterzubilden!

00:23:25: Also wenn ich jetzt alles höre bist du sehr sehr engagiert und sehr unterwegs.

00:23:31: wie sorgst Du denn für dich selbst emotional mental unkörperlich?

00:23:37: Ich glaube ich bin mental gefestigter als noch vor zwanzig Jahren vielleicht.

00:23:42: Mittlerweile bin ich zweifacher Papa.

00:23:45: Das festigt ein.

00:23:47: Und man will oder nicht... Nessens

00:23:48: bringt das einen auf dem Boot.

00:23:49: in der Realität,

00:23:51: ganz klar!

00:23:52: Genau, also da weiß man was wirklich wichtig ist und was vielleicht auch nicht so wichtig ist.

00:23:57: Also das sind die mentale Stärke, die ziehe ich aus der Familie natürlich von meinen Kindern.

00:24:01: Ich habe mich auch dem Yoga geöffnet und der Meditation, das hilft finde ich.

00:24:06: Und ich bin nach wie vor sowas von sportlich.

00:24:09: Ich liebe es Sport zu machen und mal du fragst auch körperlich.

00:24:13: Ich liebe es einfach, ja Teiboxen zu machen und mich dazu bewegen.

00:24:18: Das gibt mir sowohl körperlich als auch eine mentale Power!

00:24:21: So und für die ganzen Projekte.

00:24:23: wenn du sagst ich bin viel unterwegs höre ich von vielen Seiten?

00:24:26: Ich brenne aber nicht aus.

00:24:27: das merke ich und wenn ich das merken würde würde ich dagegen steuern weil eigene Resilienz zu haben und aufzubauen ist extrem wichtig weil es bringt einem alles nichts wenn du irgendwann umklappst.

00:24:39: Ja, weil das ist in diesem Beruf ein Gefahr.

00:24:42: Also damit werde ich immer wieder konfrontiert mit dem Wort Burnout auch in diesem, dass man nicht mehr seine Grenze findet und sagt ja jetzt gehe ich.

00:24:52: Ich glaube was mich nach wie vor immer wieder auch ein bisschen beschäftigt und was sie nicht cool finde ist einfach natürlich die finanzielle Frage als selbstständiger, als Künstler, als kreativer.

00:25:02: Es ist halt eine Frage des Nichtes über Lebens.

00:25:04: bei mir läuft es gut Aber es gibt natürlich mal Phasen, Wochenphasen, Monate wo die Jobs nicht so reinkommen.

00:25:10: Dann habe ich wieder ein zwei Monate fette Jobs und sag cool!

00:25:13: Ich kann mich ein zwei Monaten entspannen.

00:25:15: Trotz alledem jedes Mal jedes Jahr fängt's wieder von vorn an.

00:25:19: was passiert dieses Jahr?

00:25:20: Und ich glaube da bin ich nicht der Einzige, der da dran und damit zu kämpfen hat.

00:25:26: Es gibt Kollegen, die sitzen im Podcast-Raum und machen das sehr gut obwohl sie auch großartige Sprecher, Schauspieler oder sonstwas wären Und genauso wie ich, der hinter der Kamera arbeitet.

00:25:38: Der war am liebsten oder auch sehr gerne und auch kann vor der Kamera arbeiten könnte.

00:25:43: Ja dieses ist nicht für jeden gemacht, dieses was du gerade beschrieben hast Das halten nicht alle durch und manche halten es unglaublich extrem Wie du viele andere die schon vor Jahren sogar ich hatte jemand hier Ende Ich hatte ausbildung und ist immer noch in diesem Beruf tätig.

00:26:04: Also da, das ist ja weiß nicht Mentalitätssache, welches Risiko nimmt man gerne im Leben?

00:26:12: Ist man ein Abenteurer oder ist es jemanden der die Sicherheit sucht?

00:26:17: Die beiden Dinge sind möglich und das findet man natürlich erst nach der Ausbildung

00:26:23: raus.

00:26:24: Ja ich habe auch manchmal gedacht ob ob ich doch alles hätte auf eine Karte setzen sollen.

00:26:30: Also du hast es ja schon erwähnt, Ich bin auf mehreren Bühnen unterwegs.

00:26:38: Aber manchmal denke ich Leute die alles auf eine karte gesetzt haben sind vielleicht jetzt in einem Bereich erfolgreicher als ich.

00:26:43: Ich bin aber ein... wie soll ich sagen?

00:26:46: Ein jemand der viele Dinge.

00:26:48: Auf welche

00:26:48: Karte hättest du dann am liebsten gesetzt?

00:26:51: Natürlich Schauspiel!

00:26:53: auch in irgendein Landesteater oder Stadttheater, oder Dorfteater zu gehen.

00:26:58: Hauptsache man spielt!

00:27:00: Das habe ich irgendwann nicht mehr gemacht.

00:27:01: Da habe ich gedacht die Kinder brauchen Pampers.

00:27:05: Ja das ist auch eine Art von Realität.

00:27:10: Das muss jeder dann für sich selbst entscheiden und manchmal... Der Markt ändert sich ja auch und da ist man ja als Schauspieler auch wirklich von

00:27:19: ab.

00:27:20: Hänge.

00:27:21: Also das ist dann so eine Entscheidung, wir haben tatsächlich fünf ehemalige Schüler die unkündbar am Theater sind.

00:27:33: also die haben das geschafft gibt es heute auch gar nicht mehr macht ja eigentlich auch niemand

00:27:40: mehr.

00:27:41: aber okay ich spüre ne große Begeisterung in dem was du tust.

00:27:46: ganz ehrlich

00:27:47: glaube ohne dass

00:27:49: Geht's gar nicht?

00:27:49: Würde es auch nicht funktionieren, nein.

00:27:52: Was würdest du Absolventinnen die gerade ihre Ausbildung beenden gerne mit auf den Weg geben?

00:27:59: Ich würde jetzt nichts sagen was schon nicht schon vor mir gesagt wurde.

00:28:02: natürlich an sich glauben immer an sich weiterarbeiten das ist logisch.

00:28:05: dass muss man einfach machen.

00:28:07: das ist wichtig.

00:28:09: sich ein großes Netzwerk aufbauen das ist extrem wichtig ob man es glaubt oder nicht.

00:28:15: also Es ist manchmal die Entscheidung zwischen ihr seid beide gleich gut, gleich interessant.

00:28:21: Aber der oder die kennt den oder jemanden und jeder möchte mit jemandem zusammenarbeiten, denen er kennt, den er nett findet und lustig findet.

00:28:30: Am Set willst du gute Laune haben!

00:28:32: Wenn ich weiß da ist Barbara und Annika und Barbara ist aber ein bisschen lustiger und entspannter als Annika obwohl sie beide gut sind nämlich Barbara.

00:28:41: Also ein Netzwerk ist wichtig, gute Laune haben es wichtig.

00:28:45: Sich selbst auch manchmal nicht zu ernst nehmen und nicht verkrampfen.

00:28:48: Ehrgeiz ist gut aber bitte nicht übertreiben.

00:28:51: Locker bleiben außer Hüfte arbeiten.

00:28:55: Achim ich danke dir!

00:28:56: Gerne.

00:28:57: Ich wünschte auch weiterhin

00:28:58: noch sehr viel Erfolg.

00:29:03: Darf ich eine Gegenfrage stellen Michaela?

00:29:05: Ich weiß gar nicht ob du dich daran erinnerst an die Zeit noch wo wir...ich und viele andere die wir schon genannt haben auf der Schule waren.

00:29:13: Frage eins, was hat sich zu heute verändert an der Schule?

00:29:16: Zwei, die mich persönlich interessiert.

00:29:19: Wie hast du uns wahrgenommen damals?

00:29:21: Mich, Hendrik, Justus, Vanida, Carmen... wie nahm man noch alle möglichen Menschen an?

00:29:25: Frag

00:29:25: ich mit der zweiten Frage an!

00:29:28: Ich habe euch natürlich sehr unterschiedlich.

00:29:31: Ihr wart sehr individuell und war genommen.

00:29:37: aufregend, spannend euch zu sehen vor allen Dingen wirklich man hätte ein Foto machen können.

00:29:44: Es hat alles schöner geworden während der Ausbildung doch das ist wirklich so.

00:29:49: mit dem Foto Machen Können Tag eins Tagende.

00:29:54: Das war wirklich, ja weil du an was angedockt bist.

00:29:57: die Haut war oft anders, die Augen war anders, Die Ausstrahlung sowieso, die Präsenz war anders.

00:30:04: also wie sich das entwickelt hat.

00:30:06: Ja man sieht

00:30:07: durchlässiger?

00:30:08: Ja ich sag einfach ihr seid schöner gewesen und zwar durchweg von dem her.

00:30:15: es war am Anfang alles wie durcheinander.

00:30:19: Ihr seid in ein Becken gesprungen, nenne ich immer und habt dann irgendwann entschieden.

00:30:24: Ja!

00:30:25: Ich möchte da drin in eine Richtung schwimmen.

00:30:27: Und also gerade wenn ich mich an die Abschlüsse und an die letzten Tage auch im Saal eins erinnere ihr hattet Glanz.

00:30:38: Kannst du dich dran erinnern?

00:30:39: oder habe ich auch noch eine Dote?

00:30:41: Du hast ja mich jetzt gefragt, allgemein.

00:30:47: Und dann die erste Frage – Ja!

00:30:50: Die Ausbildung hat sich sehr verändert und die Schüler haben sich verändert.

00:30:53: Ich möchte jetzt gar nicht sagen besser oder schlechter aber anders.

00:30:58: Eure Generation war bereit, sich sehr dreckig zu machen ist ganz anders den Dozenten begegnet also hatten viel mehr einen anderen Respekt haben sich auch einige Sachen gar nicht getraut, was ich die jetzige Generation traute.

00:31:15: Und für mich ist es einfach... Ich hatte den Eirat bereit euch dreckig zu machen!

00:31:20: Das sehe ich manchmal heute.

00:31:23: Die sind etwas selbstbewusster als ihr so nehme ich das zumindestens wahr.

00:31:28: sagen auch was sie machen oder nicht machen und manchmal denke ich naja aber der Beruf und die Umstände in dem Sinn haben sich nicht geändert.

00:31:37: wenn du drehst Da musst du halt manchmal fünf Stunden warten, bis du deine zwei Sätze loswirst.

00:31:43: Sonst musst du gleich von vorne reinschreiben nur drehen, ankommen, drehen und gehen Das geht gar nicht.

00:31:50: das sind die Realitäten.

00:31:51: Skatering ist schlecht, nicht immer gut.

00:31:54: Die Umstände dass ich in dem gemütlichen warmen Raum sitze Ist auch nicht immer gegeben Und das höre ich mir dann an und dann denke ich, okay.

00:32:03: Und das war niemals bei euch!

00:32:05: Also ihr hättet irgendwie bei minus fünf Grad draußen zwei Stunden gewartet bis ihr euren so... Das meine ich einfach.

00:32:11: Und dass möchte ich nicht bewertet wissen.

00:32:14: Ich möchte nicht hier jetzt sitzen und sagen ja die alte Zeit, das finde ich Käse es war anders.

00:32:20: Ja,

00:32:20: ich kann das komplett nachvollziehen.

00:32:22: Wo du gerade die Abschlussprüfungen erwähnt hast also gibt eine kleine Anekdote.

00:32:26: Ich habe mit Vladimir an meiner Rollen gearbeitet wochenlang.

00:32:29: Es war jedes Mal anders, jedes Mal bei jeder Probe.

00:32:35: Ich glaube Montags hatten wir dann die Schauspielprüfungen und ich habe am Sonntagabend zu Hause noch mal alles umgeworfen und hab alles anders gemacht als was sie je geprobt haben, je!

00:32:44: Das ging darum dass sich als Figur unzufliehen bin wo meine Frau mich von A nach B schickt.

00:32:49: Ein russisches Stück...ich weiß vielleicht den Titel nicht mehr.

00:32:54: Ich musste einkaufen, ich musste etwas von da nach da holen und meine Frau hat mir immer nur alles draufgepackt Und irgendwann war er da vor, kurz bevor sich umzubringen diese Figur.

00:33:03: Aber es war eine Komödie irgendwie und wir hatten geprobt dass ich mich selbst erhänge also mit Vladimir nicht trau runter zu springen vom Stuhl und ich weiß nicht was alles der Kuge sich den Waff an die Schläferheit aber nicht geladen ist und so... Also unendlich viele Möglichkeiten.

00:33:18: und dann in der eigentlichen Prüfung habe ich mich auf dieses Schuh gestellt hab angefangen wie wir gepropt haben mit Vladimir hab was so um Hals gehängt hatte ne Mütze auf dem Kopf und irgendwann hab' ich die Mützen vom Kopf genommen Und dieser Mann, diese Figur hatte keinen Freund.

00:33:33: Dann hat er angefangen mit seiner Mütze zu sprechen und die Mützel war dann so eine Handpuppe.

00:33:36: Das habe ich nie mit Vladimir geprobt.

00:33:38: Ich hab es gemacht in der Prüfung ohne ihm mit dem abgesprungen zu haben und ich höre nur bei ihm was macht er jetzt?

00:33:44: Ja!

00:33:47: Und ich dachte in dem Moment, ich muss das durchziehen.

00:33:52: Hoffentlich

00:33:52: klappt es.

00:33:53: Und du hattest

00:33:53: geklappt?

00:33:54: Weil ich ein paar Dächer und Olivia habe ich lachen hören... Und ich dachte im Moment, entweder es funktioniert oder es funktioniert nicht.

00:34:03: Ich werde's nie wieder hinkriegen!

00:34:04: Es war in dem Moment gut, aber ich werde das nie wieder genau sehen können.

00:34:08: Na gut, das fällt mir gerade raus.

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