20 - Lukas Kaack - Schauspieler & Fotograf
Shownotes
In der 20. Episode spreche ich mit Lukas Kaack – Schauspieler aus Hamburg, der seine kreative Arbeit zwischen Bühne, Kamera und Fotografie bewegt.
Nach seiner Ausbildung an der Schule für Schauspiel Hamburg arbeitete Lukas in verschiedenen Theater-, Film- und Werbeproduktionen. Bis heute steht er außerdem auf den AIDA Kreuzfahrtschiffen im immersiven Theaterformat Time Machine als Professor Tempus auf der Bühne – eine besondere Rolle, die Schauspiel, Interaktion und Live-Erlebnis miteinander verbindet.
Neben der Schauspielerei widmet sich Lukas intensiv der Fotografie. Für ihn sind beide Kunstformen eng miteinander verbunden: Beobachtung, Atmosphäre und das Erzählen von Geschichten stehen sowohl vor der Kamera als auch hinter dem Objektiv im Mittelpunkt.
Außerdem geht es um kreative Entwicklung, den Alltag als Schauspieler und die Frage, wie man seinen eigenen Ausdruck zwischen unterschiedlichen künstlerischen Bereichen findet.
Transkript anzeigen
00:00:02: Schauspieler?
00:00:03: Und wovon willst du
00:00:04: leben?".
00:00:05: Diese Frage hören oft viele junge Menschen, wenn sie diesen Berufswunsch äußern.
00:00:11: Ich habe mich auf die Suche gemacht herauszufinden wo ehemalige der Schule für Schauspiel
00:00:17: Hamburg
00:00:18: ihren Platz in der Berufswelt gefunden haben – auf oder neben der Bühne.
00:00:23: und ich bin auch vielfältig und beeindruckende Lebenswege gestoßen!
00:00:28: Mein Name ist Michaela Ulig Und ich habe dreiunddreißig Jahre die Schule für Schauspiel Hamburg geleitet und geprägt.
00:00:36: Mein heutiger Gast ist Lukas Kark, Lukas hat die Ausbildung zwei Tausend Achtzehn beendet und arbeitet heute als Schauspieler und Fotograf.
00:00:46: Herzlich willkommen!
00:00:48: Ja schön es sich hier sein darf, danke Michaela.
00:00:50: Kannst du dich noch erinnern was dir in dem Moment also die Ausbildung beendete hast durch den Kopf ging?
00:00:59: Richtig konkret erinnern nicht mehr.
00:01:01: Aber ich weiß, dass ich mich auf jeden Fall darauf gefreut habe jetzt so richtig durchzustarten und auch diese ganzen Handwerks-Tools die ich mir praktisch auf geschafft habe während der Ausbildung endlich mal in die Tat umzusetzen und zu nutzen.
00:01:16: aber auch gleichzeitig merkte Oha ok!
00:01:19: Jetzt geht also dieser Moment dieser Selbstvermarktung auch los was ja eine Zeit lang auch wie ein kleines Damakloschwert über mir schwäbte.
00:01:28: Hattest du einen Traum, also diese Ausbildung begonnen hast?
00:01:33: Also ich glaube ein Traum war vor allem einfach von der Kunst leben zu dürfen.
00:01:37: Von dem was sich liebe Leben zu können ohne irgendeine andere im berufliche Art und Weise noch irgendwie ausleben zu müssen die ich nur mache um dieses Schauspielerei praktisch finanziell zu tragen weil ich einfach gemerkt habe so dass das ist das was ich machen möchte dass es das womit ich meine Zeit verbringen möchte.
00:01:52: wenn ich halt davon leben kann dann ist das praktisch mein Traum
00:01:56: Und wurde das von zu Hause sehr unterstützt?
00:01:59: Ja, auf jeden Fall.
00:02:00: Was hast du denn mitgenommen aus der Ausbildung was dir heute noch hilfreich ist?
00:02:08: Ich glaube dass hat viel mit Neugier zu tun.
00:02:13: Also Neugir ist ein wahnsinnig großer Motor für mich geworden über die Zeit der Ausbildung also zu merken okay ich merke hier geht es ins Ungewisse.
00:02:23: Was ist wenn ich einfach mal einen Schritt weiter gehe und gucke was passiert Und diese Neugier jedes Mal auch bestätigt zu werden, okay ich bin jetzt ein Schritt weiter rausgegangen.
00:02:33: Ich habe mich gewagt und lebe noch und das Ergebnis ist total schön hat mir gezeigt, dass kann man weitermachen.
00:02:39: Das kann man immer weiter ausbauen und dementsprechend ist das auch glaube ich so Grundstein für die Entwicklung, die ich praktisch während dieser Zeit seit der Ausbildung erlebt habe.
00:02:47: Was war denn das Schönste was dich glücklich gemacht hat während der Ausbildung?
00:02:51: Kannst du dich daran erinnern?
00:02:55: die einem beim Spiel widerfährt.
00:02:59: Dieses, dass kein gesellschaftliches Konstrukt von außen jetzt auf dich guckt und sagt, der ist aber irgendwie zu lau oder zu quirlig, sondern ich kann einfach sagen, das lebe ich gerade frei aus.
00:03:11: Ich bin hier in einem sozialen Raum, wo es sogar erwünscht ist, dass ich so bin wie ich
00:03:15: bin.".
00:03:15: Und du bist geschützt
00:03:16: auch?
00:03:18: Hattest du vorher schon mal Erfahrung mit, oh je sei nicht zu laut, sei nicht so leise, sei not so heftig?
00:03:23: So stark gar nicht.
00:03:25: Aber ich weiß noch dass ich zum Beispiel in der Schulzeit früher also vor der Schauspiel-Ausbildung... Ich war jetzt nie ein totaler Außenseiter oder so.
00:03:33: das ist nicht so.
00:03:33: aber ich habe immer gute Freunde gehabt.
00:03:35: aber trotzdem hab' ich das Gefühl gehabt jetzt nie genau in dieses Gruppengefüge meiner Klasse oder so was zum Beispiel gepasst zu haben, bis auf wenige Freundschaften die sich auch bis heute noch ziehen.
00:03:52: Was war die Frage nochmal?
00:03:53: Naja
00:03:53: und das war aber jetzt anders in der Schauspiel-Ausbildung dazu dich dazugehörig gefühlt ins Ensemble.
00:04:00: wir nennen es eher Ensemble als Gruppe.
00:04:03: Das hat sich verändert.
00:04:04: Ja ganz genau danke.
00:04:06: Ich weiß nämlich noch ganz genau dass ich an dem Tag wo ich das allererste mal ins Vorsemester gekommen bin Da reingegangen bin und gemerkt habe, krass!
00:04:15: Das war jetzt das allererste Mal dass ich in einen Raum gegangen bin wo alle Leute ähnlich ticken wie ich.
00:04:22: Und irgendwie der gleiche Schlag-Mensch sind.
00:04:26: Gab es einen Moment auch während der Ausbildung?
00:04:30: Wo du das Gefühl hattest, das schaffe ich nicht.
00:04:32: Ich muss raus hier?
00:04:34: Nein eigentlich nicht, ich hatte eine Zeit lang wo es mich gesundheitlich für ein paar Monate ganz schön rausgehauen hat Das weiß ich noch, da hatte ich ordentlich mit den Mandeln zu kämpfen und habe dann einfach gemerkt, wo ich will irgendwie weitermachen.
00:04:46: Aber es ging einfach körperlich nicht weiter.
00:04:49: aber das sind eigentlich eher Momente die mir gezeigt haben dass sich so dafür brennen dass ich weitermache möchte und nicht dass ich gemerkt hab oh das ist mir alles zu viel ich möchte nicht mehr.
00:04:57: Wenn du jetzt zurückblickst gibt es was was du anders machen würdest?
00:05:01: Ja ich glaube ich würde mir in faulen Momenten nochmal ein bisschen mehr an den Arsch treten selber Weil es so kostbar ist.
00:05:08: Also weil jede Unterrichtseinheit einfach kostbar is und dann diesen Schweinehund dann einfach zwischendurch zu überwinden, der sagt ja aber heute hab ich keine Lust.
00:05:16: also ich habe das gerade... Ich glaub im dritten Jahr echt viel gemerkt dass ich gesagt hab ey ok ganz ehrlich gesteht hier ist grade keiner auf in der Übung da mach' ich's nochmal!
00:05:23: Dann mach'ichs vielleicht noch mal Und gemerkt, das ist doch cool.
00:05:26: Also kannst du auch immer weiter dich da reinschmeißen und wenn jetzt jemand anders gerade gerne Lust hat dann stehe ich halt nochmal auf und mache es noch mal und nehme diese Zeit wirklich wahr und ich glaube dass hätte ich auch gerne so in den ersten ein zwei Jahren nochmal mehr ausgekostet.
00:05:41: Ich glaube, da bist du nicht alleine.
00:05:43: Dieses Lernen ich will auf die Bühne und ich muss es machen und nicht irgendein Dozent macht das für mich.
00:05:51: also mit solchen Gewohnheiten kommen wirklich viele nach dem Abi zu uns und das braucht Zeit und es braucht auch Zeit um diesen Moment zu haben.
00:06:02: Ja!
00:06:02: Da ist Lust dabei Das ist nicht nur Stress, das ist nicht die Aufgabe und die Pflicht vor allen Dingen.
00:06:09: Und das Ding ist Michaela, dass ich so häufig in den Berufsjahren danach dem Moment hatte wo ich Jahre später erst Kommentare von euch Dezentinnen verstanden habe, erst gegriffen habe und dann auch dachte es wäre so schön gewesen nochmal mehr davon zu bekommen weil ich sie jetzt erst begreife.
00:06:28: also geht ja dass was ich erfahren habe weit über diese paar Jahre in der Schauspielspieler hinaus.
00:06:35: Aber das ist doch wunderbar, sei doch dankbar!
00:06:37: Das ist
00:06:37: so... Ich bin sehr dankbar.
00:06:38: Es wäre eine Ausbildung, dass du das manchmal Jahre brauchst weil du musst dich erst verbinden mit der Praxis, was es eigentlich bedeutet als Schauspieler zu arbeiten.
00:06:51: Jetzt kommen wir mal gleich zu deinem Weg danach.
00:06:54: Was ist denn nach dem Abschluss passiert?
00:06:56: Du warst ja auch noch Einer der Jüngeren.
00:07:01: Ja,
00:07:01: genau.
00:07:03: Mit Abschluss, zweiundzwanzig.
00:07:05: Ich weiß noch das nicht... ich habe gar nicht so viel Eigenakquise in dem Moment betrieben.
00:07:10: in den ersten paar Monaten und das weiß ich noch auch im Moment wo ich jetzt glaube ich im Nachhinein ein klein Kick geben würde.
00:07:21: Ich war drei Monate lang in einem Projekt an der Hochschule für Musik- und Theater.
00:07:26: da war ein befreundeter Musik Regiestudent, hatte da eine Opa inszeniert als ein Studienprojekt und war dann dabei.
00:07:33: Und in der Zeit hatte ich praktisch das Casting ausschreiben über die Schule für Schauspiel Hamburg von AIDA bekommen.
00:07:43: Da habe ich mich dann für das CastING eingemeldet... ...und seitdem bin ich auf der Flotte unterwegs!
00:07:50: Ja, das ist doch... Spannend zu hören.
00:07:53: Jetzt war jetzt meine nächste Frage auch, was machst du heute?
00:07:56: Dann fangen wir doch gleich mal an mit dem Erlebnis Ich arbeite auf dem Schiff Wie oft wie lange und seit wann
00:08:06: Also seitdem ich bei diesem Casting war.
00:08:08: das wird dann ja Der AI der Flotte auf zwei der großen Schiffe, die haben da ein interaktives Show-Dinner, in dem ich praktisch spiele.
00:08:23: Es ist auch viel Entertainment und Moderation aber das ist der größte Teil daran eine Schauspiel!
00:08:28: Und das mache jetzt seit knapp sieben Jahren... ...und bin meistens so die Hälfte des Jahres an Bord auf See der andere Hälfte in Deutschland.
00:08:43: Also es ist immer unterschiedlich, die Verträge sind meistens so dreieinhalb bis vier Monate lang.
00:08:47: an dem bin ich dann konstant an Bord und das wird jetzt im September mein zehnter Vertrag an Borde.
00:08:55: Du und wie müssen wir uns das jetzt genau vorstellen?
00:08:57: Also du bist da an BORD, bist du sechs Monate am Stück an BORT?
00:09:03: Wer arbeitet Stücke?
00:09:05: Habt ihr ein richtiges Theater dort?
00:09:07: Wie muss man sich das vorstellen?
00:09:10: Also auf den Schiffen, auf denen ich unterwegs bin gibt es zwei verschiedene Bühnen.
00:09:14: Das heißt die eine Theaterbühne das ist so die Show-Bühne.
00:09:16: da sind vor allem dann die Sängerin, Tänzerinnen und Akrobatinnen unterwegs Und wir sind halt ein kleines eigenständiges Theater weiter hinten im Schiff das ist ein Show-Dinner.
00:09:26: das ganze heiße Time Machine Restaurant.
00:09:27: das ist praktisch schon die Zeitmaschine von Professor Tempus hat so knapp Hundert neunzig Plätze glaube ich alles gedeckte Tische dementsprechend und man kann sich das ganze vorstellen wie so ein Konstrukt aus der Welt von Juul wären, so zwanzigtausend Meilen unter dem Meer.
00:09:46: Alles ist voller Zahnräder, alles bewegt sich an den ganzen Wänden und in der Decke sind brecke Spielschirme und über die wird dann die Außenwelt projiziert.
00:09:55: Das heißt wir haben eine interaktive Show wo man mit diesem verrückten Professor auf Zeitreise geht und dabei gibt es dann halt das Dinner
00:10:04: Und du bist der Professor, richtig?
00:10:06: Ich bin der Professor genau.
00:10:07: Der Kapitän der Zeitmaschine
00:10:08: und das führt ihr jeden Abend auf.
00:10:11: Das führen wir jeden Abend bis auf den Aufstiegstag wo die ganzen Gäste Zum großen Teil durchgewechselt werden.
00:10:18: Also je nach Route gibt es verschiedene Ausstiegstage, also zum Beispiel jetzt im Mittelmeer haben wir zwei verschiedene Ausgestiegstage aber am Samstag da kommt der Großteil der Gäste... Da lohnt es sich nicht eine Show zu machen weil da noch gar nicht so viele Leute an Bord sind.
00:10:31: sie sind auch gar nicht richtig angekommen.
00:10:32: Da haben wir dann aber meistens einen kleinen Spot in der Schüsseigenen Fernsehsendung Der Primetime.
00:10:39: Sag und wer hat die Regie gemacht?
00:10:41: Christoph Trevitz.
00:10:43: Und der kommt dann, er arbeitet es mit euch.
00:10:47: Guckt da noch mal und geht wieder von Bord?
00:10:49: Nee das ist die Aufgabe vom ganz lieben Michi Heul.
00:10:52: Christoph Treves auch ein total toller Mann, mit dem mach ich jetzt gerade erst wieder gearbeitet Aber am meisten habe ich dabei ja jede gerade noch mit Michi heul zu tun.
00:11:00: Also Christoph treves hat die Regie gemacht und Michael Heul übernimmt praktisch jedes Mal diese diese Castwechsel.
00:11:05: Das heißt das Stück wurde da einmal gesetzt auf der Nova gibt's einstück und auf Aida Cosma gibt es einen stück.
00:11:10: Das wurde dann einmal erst inszeniert mit Christoph Drehwitz und seitdem übernimmt der Michi Heul-Prakistise wieder Einstiegsregie für die Castwechsel zwischendurch.
00:11:19: Spielt ihr das?
00:11:20: Hast du gerade beschrieben jeden Abend, aber was machst du dann tagsüber?
00:11:24: oder hast du noch andere Aufgaben?
00:11:27: Je nachdem wo wir sind wie häufig wir spielen?
00:11:30: also es kommt immer ein bisschen darauf an.
00:11:31: normalerweise haben wir jeden Abend zwei Shows.
00:11:34: Wenn jetzt aber eine Reise zwischen den Ferienzeiten und so was stattfindet, sind wir da nicht komplett ausgebucht.
00:11:39: Das heißt, wir kombinieren die dann auch beide Schoßen.
00:11:41: Wir spielen nur die einen am Abend.
00:11:42: Das ist für uns denn wie so ein Halbertag auf... Ja das heißt wenn wir dann da irgendwo im Hafen liegen, kann ich auch definitiv mal die Zeit nutzen auf Madera Wandern zu gehen oder auch mal Klettern zu gehen, Sport zu machen.
00:11:54: Ein bisschen die Städte selber zu erkunden.
00:11:57: Und du liebst das ne?
00:11:59: Du machst es ja schon seit Jahren Und du würdest es auch gerne noch weiter machen?
00:12:05: Definitiv.
00:12:05: Also ich werde nicht alt werden auf diesen Schiffen, aber jetzt gerade wo ich sage okay, ich genieße es noch und finde es noch schön und wir machen diese Shows auch noch Spaß.
00:12:13: Das machen sie nämlich definitiv.
00:12:15: Ich möchte das definitiv noch weiterfahren weil dieses Schiffsleben einfach eine ganz andere intensiver Art und Weise zu leben ist.
00:12:20: Alleine das Crew-Leben.
00:12:22: Ich weiß gar nicht ob's mich als Gast so sehr hinziehen würde, weil ich glaube, dass es so schön wird, dass ich als Crew immer wiederkehre zu den ganzen Orten und nicht nur einen einzigen Tag da bin.
00:12:31: Sag mal, seid ihr dann immer das gleiche Ensemble oder wechselt das sehr?
00:12:35: Also über diese Vertragslänge von diesen drei bis vier Monaten sind wir das gleichen Ensemble.
00:12:39: Da wechselts sich in der Zeit
00:12:40: zu geht es geht nichts.
00:12:41: Ich meine eher wieder wenn's neu.
00:12:42: Aber wenn wir wieder aufsteigen, sind wir jedes Mal ein neues vierköpfiges Ensemble aus zwei Tänze und zwei Schauspielerpositionen.
00:12:53: dass ich jetzt so lange dabei bin, kenne ich natürlich auch viele von den Leuten die da im Pool sind schon.
00:12:58: Also es gibt jedes mal neue Leute.
00:13:00: aber mittlerweile würde ich sagen ist das schon eine kleine Familie, die sich da jedes Mal wieder zusammenfindet.
00:13:06: Gut also das ist ein halbes Jahr und dann arbeitest du ja auch als Fotograf?
00:13:12: Exakt!
00:13:13: Und wie bist Du denn dazu gekommen?
00:13:16: Das hat tatsächlich mit meinem allerersten AIDA-Vertrag zu tun weil ich mir danach dachte eine eigene Kamera haben, weil ich hatte vorher schon echt gerne fotografiert.
00:13:26: Aber ich wollte auch grundsätzlich, weil mich auch Videografie interessiert einfach meine eigene Kamera habe oben was Showreels betrifft oder auch Castings und so etwas ein bisschen selbstständiger zu sein und auch Material produzieren zu können, wo ich sage cool das hat irgendwie trotzdem ein Standard den man auch einfach als Showread oder so nutzen kann.
00:13:43: Daraus hat sich praktisch entwickelt dass ich immer mehr fotografiert habe und immer mehr gemerkt habe.
00:13:48: okay das was mich an meisten an der Fotografie interessiert ist die Porträtfotografie und es arbeiten mit dem Menschen.
00:13:56: Und daraus hat sich dann einfach irgendwann entwickelt, dass ich Portriefotograf wurde und einfach auch sehr viel an dem was ich am Bord verdient habe.
00:14:03: Praktisch in diese Fotografie investiert habe und mittlerweile trägt es sich das sehr gut selber und ich genieße es total so ein beiden Lagern stattzufinden also vor der Kamera auf der Bühne aber auch hinter der Kamera.
00:14:15: Ja das ist ja sehr verschieden Aber da gibt's sicher eine Verbindung zwischen Schauspiel- und Fotografien.
00:14:23: die Verbindung, die sich da für mich am meisten klarstellt ist das wie lasse ich mein Gegenüber gerade gut aussehen.
00:14:31: Ich finde als Schauspieler kann man auch viel erreichen nämlich sage okay was kann ich dir jetzt gerade geben damit du in deiner Einstellung glänzen kannst und ähnliches es als Fotograf auch.
00:14:42: das heißt ich bin konstant damit beschäftigt zu gucken ok wie kann ich den Raum gerade für dich so gestalten So fein lassen kannst, damit wir dein natürlichstes ich praktisch portraitieren können.
00:14:53: Weil darum geht es ja in dem Schauspielporträt.
00:14:56: Ich finde es so schade wenn man Porträts sieht wo man sagt okay das findet gerade nicht statt Wir können den Menschen gar nicht richtig sehen und dass Das ist in der Porträt Fotografie was mich da interessiert den Raum zu schaffen für die Person Vor der Kamera Dass sie sich ganz zeigen kann.
00:15:11: Das heißt du beobachtest?
00:15:13: Das nimmst Du ja mit vom Schauspieler dann würde ich sagen emotionale Intelligenz, auch das Gefühl Kommunikation und Konzentration und Fokus.
00:15:26: Es ist richtig!
00:15:27: Das ist alles
00:15:29: was
00:15:29: der Schauspieler mitnimmt.
00:15:31: Absolut es ist ähnlich wie beim Text.
00:15:33: also wenn ich jetzt fotografiere Wenn ich fotografiere dann beschäftige ich mich nicht mehr damit okay wie muss... Was muss sich an der Kamera drücken?
00:15:42: Damit dass jetzt passiert Und das gleiche ist es ja mit dem Text beim Schauspiel Spielen auf den Text fokussiere bin ich nicht mehr im Moment.
00:15:51: Wenn ich mich beim Fotografieren auf die Kamera konzentriere und nicht weiß, was sich da mache, bin ich auch nicht mehr bei dir.
00:15:57: Das heißt, ich muss eigentlich das Handwerkfotografie schon so drinnen haben dass ich mich Beim Shooting selber ganz oft mein Gegenüber fokusieren kann.
00:16:05: Es ist auch eine Ebene der hat sehr viel gemein mit dem Schauspiel.
00:16:08: Das war ja dann eher dem Zufall geschuldet, dass du dazugekommen bist.
00:16:12: zur Fotografie oder?
00:16:14: Würde ich schon sagen Ja
00:16:16: Hast du denn auch da noch Fortbildung oder Weiterbildung gemacht?
00:16:22: Oder ist das alles Learning by Doing?
00:16:24: Das ist alles Learning By Doing.
00:16:25: Einfach viel, viel machen, machen!
00:16:28: Und einfach... Also auch da ist es wieder der Bereich Neugier und Leidenschaft.
00:16:34: Also ich hatte da einfach so viel Spaß dran, dass ich gesagt habe okay.
00:16:37: Ich gehe da immer weiter rein in diese Thematik und ich denke das ist für mich bei vielen Sachen der Schlüssel, dass sich einfach gucken muss ok wo interessiert mich dieser Bereich so sehr?
00:16:48: Dass ich nicht aufhöre Interesse daran zu haben.
00:16:51: Und du hast ja noch ein weiteres Standbein Das ist die Werbung.
00:16:55: Ja!
00:16:56: Das ist ja wieder was ganz anderes.
00:16:59: Ja, da arbeite ich mit mehreren People-Agenturen hier in Hamburg zusammen und mache immer wieder wenn ich an Land bin sehr viele E-Castings.
00:17:07: Und habe das Privileg dann auch häufiger mal Jobs machen zu dürfen zu bekommen und dann für Werbung auch vor der Kamera zu stehen.
00:17:15: Und das macht dir auch Spaß?
00:17:18: Absolut!
00:17:18: Ich denke dass fügt sich so gut in diese Nische die ich mir da praktisch auch mit dem Schiff gesucht habe weil dass sehr kurzlebig ist in der Werbung.
00:17:27: Das heißt, jetzt habe ich zum Beispiel ein Casting bekommen für eine Produktion die drehen dann in zwei Wochen und das ist dann... ...für das Tourleben was ich gerade habe weil ich ja jetzt grade an Land auch Toure eigentlich recht passen.
00:17:39: Weil ich genau in den zwei Wochen dann auch wieder in Hamburg bin Und nicht irgendwie erst für zwei drei Monate In der Zukunft irgendwas fertig mache am Castings für ne Zeit wo ich eigentlich schon wieder an Bord wäre.
00:17:52: Und von diesen drei Standbeinen, nenne ich das jetzt mal so.
00:17:56: Die nährst du ja auch alle?
00:17:59: Kannste auch gut leben!
00:18:00: Ist das
00:18:00: richtig?!
00:18:01: Ja davon kann ich gut leben und der Schöne ist ja dass sich alles gegenseitig füttert.
00:18:06: Das heißt wenn ich als Schauspieler Netzwerke bin ich ja auch gleichzeitig als Schausespielfotograf an Netzwerken.
00:18:12: Das heisst ich gehe eigentlich nie nur mit einzelnen Standbeine-Netzwerken sondern auch bei der Werbung Da kann ich gleichzeitig... Das ist ein schönes Dreieck, weil bei der Werbung bin ich unterwegs und die Leute, die vor der Kamera stehen.
00:18:25: Das sind auch tolle Model- und Schauspieler in Kollegen mit denen ich dann auch Netzwerken kann und anknüpfen kann und im Austausch bleiben kann und das füttert sich alles gegenseitig.
00:18:36: Und sag mal machst du noch irgendwie Weiterbildung jetzt Richtung Schauspiel?
00:18:42: Workshop Seminare oder sowas wenn Du hier am Land bist
00:18:47: Ich habe so Lust, ich finde so selten die Zeit dazu.
00:18:51: Also bisher kaum leider!
00:18:54: Aber zwischendurch hattest du das mal gemacht?
00:18:57: Ja
00:18:57: genau aber viel zu selten.
00:18:59: also alle zwei Jahre bin ich mal irgendwo denn mal bei einem kleinen Workshop dabei.
00:19:03: ja weil ich würde gerne häufiger aber es fühlt sich einfach nicht.
00:19:08: Wie achtest Du denn auf dich selbst?
00:19:10: Ja, das ist ein großer Punkt.
00:19:11: Also ich habe das viel lernen müssen und auch gelernt über diese Zeit an Bord dadurch dass wir da so eine konstante Leistung abfeuern müssen.
00:19:20: Ich meine Wir arbeiten sieben Tage die Woche an BORD.
00:19:21: Das heißt wenn wir jetzt vier Monate an Bolzen heißt es auch Vier Monate kein einziger Tag Pause.
00:19:26: Das heißt irgendwie muss ich gucken Wie kriege ich die Erholung?
00:19:29: Die ich mir sonst vielleicht von dem Wochenende oder so hole?
00:19:32: wie krieg' ich das alles untergebaut?
00:19:34: in einem tag in vierundzwanzig Stunden?
00:19:37: Und da habe ich mir einiges an Tools erarbeitet.
00:19:40: Das sind sogefüßte Morgenroutinen, das hat dann viel mit Sport, Yoga zu tun und aber auch Sozial im Ausgleich.
00:19:49: also auch mal sagen okay ich lass die Arbeit jetzt mal ganz links liegen.
00:19:52: Ich gehe zum Beispiel wenn ich am Board bin einfach mal alleine spazieren verbringe Zeit nur mit mir alleine um einfach mal ein bisschen frei zu werden im Kopf ja einiges.
00:20:02: Ich habe ja öfter schon Leute gehabt, die auf dem Schiff arbeiten so wie du und dann mit der Zeit feststellen wenn sie mehrere Jahre sind dass Sie den Kontakt zum Markt hier verlieren.
00:20:18: Das Schöne an der ganzen Geschichte Medaida ist es das ich mit den Norden mittlerweile so gut bin dass ich mir relativ frei aussuchen kann welche Verträge ich mache.
00:20:27: also jedenfalls fühlt sich für mich sehr frei an.
00:20:32: Während eines Vertrags bin ich schon im Kontakt mit unserer Liebenkasterin hier in Hamburg und wir planen praktisch schon, wie sie das nächste Jahr aus.
00:20:40: Und dadurch dass sich auch an Land arbeiten möchte... Wie gesagt, bin ich ja gerade auch mit der Theaterproduktion auf Tour und es war mir auch wichtig einfach mal hier zu arbeiten, auch auf der Bühne.
00:20:50: Kann ich dann sagen okay, ich würde gerne diesen und jeden Vertrag machen?
00:20:53: Ja,
00:20:54: d.h.,
00:20:54: ich bin jetzt bis Ende Januar an Bord gewesen auf den Kanan, bin dann abgestiegen Praktisch back to back nahtlos nach Hanoi gefahren für die Probenzeit, für die Tour jetzt hier und steige aber erst Mitte September wieder auf.
00:21:08: Das heißt ich habe ein gutes halbes Jahr in Hamburg dass sich praktisch mit der Arbeit hier verbringen kann.
00:21:15: und diese Pausen plane ich mir mittlerweile sehr bewusst ein weil dieser Zustand von dem du erzählt hast das ist definitiv so.
00:21:21: das ist aber auch im privaten so.
00:21:23: es ist sehr verlockend zu sagen, okay ich steig jetzt ab und in zwei Monaten geht es direkt wieder an Bord.
00:21:29: Die Option gibt es wenn nicht sogar noch näher.
00:21:33: aber dann findet man irgendwann nur noch an Bordsstadt und das ist auch schön.
00:21:38: aber dann verliert man dann irgendwo auch den Anstoß in vielerlei Bereichen hier an Land.
00:21:43: und dementsprechend habe ich mir dann irgendwann gesagt ich glaube dass was für mich am besten fokussiert ist wirklich so zu splitten dass sich von beidem eine Pause haben
00:21:53: Ja, das ist dann klug.
00:21:54: Dann hast du da wirklich einen guten Rhythmus für dich gefunden.
00:21:58: Das scheint nicht immer der Fall zu sein.
00:22:00: Ich habe jetzt noch mal eine Frage.
00:22:01: Du musst keine Zahl nehmen.
00:22:03: Wird es gut bezahlt als Schauspieler?
00:22:06: Wenn man auf dem Schiff arbeitet
00:22:09: ich denke sogar als Schauspieler Ist das mit einer der lukrativeren Position an Bord.
00:22:14: also da gibt's viele Bereiche Wo ich sagen würde ich glaube da würde ich mir überlegen dass den Donen zu machen, wenn ich ganz ehrlich.
00:22:22: Aber als Schauspieler komme ich da sehr gut mit über die Runden.
00:22:25: Man darf auch zum Beispiel nicht vergessen das ganze Bayer-Eder unter italienischer Flagge ist... Das heißt, ich zahle meine Steuern in Italien und sage dir, dass fällt geringer aus als hier.
00:22:41: Was würdest du denn Absolventen, die gerade die Ausbildung beenden, auf dem Weg geben?
00:22:47: Oh, das ist schön!
00:22:50: Ich glaube es ist total wichtig irgendwo diesen Bereich zu finden, wo man selber diesen Hunger spürt.
00:22:57: Ich habe für mich gemerkt ich bin keiner der Schauspieler der sich den ganzen Tag durch Reklambücher wählt und ich schaue da die Kolleginnen an denke was ist total toll und beeindruckend dass sie diese ganzen Stücke so gefühlt in und auswendig kennt!
00:23:15: gekonnt, gemacht und habe aber für mich meine eigene Nische gefunden die für mich total wichtig ist.
00:23:20: Also womit ich sagen möchte es gibt nicht diese eine Schauspieler Figur so funktioniert ein Schauspieler und genau so kommt er über die Runden sondern es gibt so vielfältige Nischen in diesem Beruf die alle irgendwie erkundet werden wollen und da darf man und muss sich glaube ich trauen neugierig zu sein auch im Felder zu gehen wo man sagt hat jetzt mit meinem Bild, was ich vielleicht zu Anfang der Ausbildung hatte gar nicht so viel zu tun.
00:23:49: Aber vielleicht könnte das Spaß machen also das auszuprobieren?
00:23:53: Ich denke, dass ist ein wichtiger Punkt.
00:23:55: Ich
00:23:55: danke dir Lukas und wünsche dir auch weiterhin ganz viel Erfolg
00:24:00: auf Landwirte!
00:24:00: Vielen vielen lieben Dank.
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